Kultur

Weltklasse-Kunst und Kultur zum Nulltarif

Umjubelte Festspielproduktionen mit Künstlerinnen und Künstlern, die zur absoluten Oberliga zählen, erfreuen die Gäste auf dem Kapitelplatz.

Den schönsten Arbeitsplatz der Stadt - und dieser Tage wohl auch einen der heißesten - hat Angela Buchmayer. Die Mittvierzigerin ist mit Leib, Seele und Herz Projektleiterin der Siemens-Festspielnächte auf dem Kapitelplatz. Bis zu 70.000 Besucherinnen und Besucher hat sie schon in manchen Jahren gezählt, die Aussicht auf einen Gästerekord heuer stehen nicht schlecht. "Kein Wunder bei diesem Sommer der Extraklasse. Heuer mussten wir erst einmal aufgrund eines Gewitters kurz unterbrechen, abgebrochen haben wir noch nie", erzählt sie.

Jeden Tag, egal ob bei Sonnenschein oder Regen - heuer vom 27. Juli bis zum 30 August -, steht um 20 Uhr eine hochkarätige Festspielproduktion auf dem Programm, teils aus dem ORF-Archiv, manchmal auch ein aktuelles Stück. Zuvor, um 18 Uhr, tönt jeweils "Klassik in der Altstadt" als reine Audio-Übertragung aus den insgesamt 28 Lautsprechern, die auf dem Platz verteilt sind. Auch der sechs mal zehn Meter große Bildschirm, eine tageslichttaugliche LED-Wand aus 120 einzelnen Paneelen, spielt technisch alle Stückln. "Wir sind stolz auf die modernste Ton- und Videotechnik, damit kommt die Qualität der Produktionen so richtig gut an", betont die Altlieferingerin. Vor 25 Jahren ist sie nach einer siebenjährigen Reise- und Erfahrungsphase im ORF-Landesstudio Salzburg im Marketing eingestiegen. Seit etwa 20 Jahren betreut sie das kostenlose Kulturangebot, das von allen Salzburgern, aber auch den Gästen mit Begeisterung aufgenommen wurde und wird. "Es ist wundervoll, die Gesichter der Gäste zu beobachten", freut sie sich mit dem Publikum.

Mit Picknick-Korb und Champagner

Da war etwa vor ein paar Jahren eine ältere Dame, die tagtäglich immer denselben Platz einnahm und sich alle Stücke ansah. Ausgerüstet war sie stets mit allem Nötigen, fallweise sogar mit Regenumhang und Decke. Oder das Ehepaar heuer, das sich kurzerhand eine Rikscha für die Dauer der Aufführung als Sitzgelegenheit mietete, weil bei der Liveübertragung der "Zauberflöte" der gesamte Kapitelplatz bis auf den letzten Platz gefüllt war. "Die Leute kommen teilweise mit Picknickkörben vom Feinsten bis hin zum Champagner, die genießen so einen Abend in vollen Zügen", schwärmt sie.

1000 Stühle sind für die Gäste aufgestellt. Wer mag, kann sich auch am Gastronomiestand von Georg Imlauer bedienen lassen. "Er hat mir erzählt, dass sich manche Gäste bereits im Jänner bei ihm die besten Plätze reservieren lassen", berichtet die ORF-Mitarbeiterin. Mit etwa zehn Leuten betreut sie jeden Tag die Aufführungen, ein Team von Studierenden verteilt an die Gäste die Broschüren, gibt Auskünfte und leistet auch mal erste Hilfe, wenn es nötig sein sollte.

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