Kultur

Zell am See wird zur Cinecittà

Beim dritten Filmfest in Zell am See gibt es nicht nur zahlreiche Premieren, sondern auch ein mobiles Kino, das durch das Stadtzentrum fährt.

Auf einer Ape werden im Stadtzentrum Kurzfilme gezeigt. SN/filmfest zell am see
Auf einer Ape werden im Stadtzentrum Kurzfilme gezeigt.

Die Filme kommen auf einer Ape (Italienisch für Biene). Auf einem dieser dreirädrigen Kleintransporter der Firma Piaggio haben die Macher des Filmfests in Zell am See einen 64-Zoll-Bildschirm montiert. Im Rahmen des Festivals, das heuer von 3. bis 6. Oktober stattfindet, wird die Ape auf dem Stadtplatz, in der Seegasse und am Anfang der Bahnhofstraße im Zeller Zentrum Station machen. "Zu sehen sind Kurzfilme, unter anderem aus Süd-und Südosteuropa sowie Lateinamerika", sagt der Festivalleiter Johannes Schwaninger. Deshalb erschien ihm die Ape auch als geeignetes Transportmittel. Denn in den Ländern, aus denen viele der Filme kämen, gehörten solche Fahrzeuge zum Stadtbild. Die Veranstaltungsreihe ist nach dem berühmten Filmstudiokomplex bei Rom Cinecittà benannt, weil sie Zell am See zur Kinostadt macht.

Die Grundidee dahinter ist laut Schwaninger, dass man das Festival in den öffentlichen Raum, unter die Leute bringen wolle. Das geschieht auch bei "Don't mind the gap", wo am Samstagabend um 18, 20 und 22 Uhr kurze Kunstfilme auf eine Außenwand des Kongresscenters projiziert werden. Die Gaps sind übrigens die Fugen zwischen den Steinplatten der Fassade, die somit auch zu einem Teil der Filme werden. Die Vorführungen im öffentlichen Raum sind kostenlos.

Das Hauptprogramm wird wieder im zum Kino umgestalteten Pfarrsaal präsentiert. Das Motto dabei lautet "Going Places". Schwaninger: "Die Filme führen uns zu außergewöhnlichen Orten, Menschen und Erlebnissen. Aus über 250 Einreichungen haben wir 40 Filme aus Europa, Afrika und Nord- und Lateinamerika ausgewählt, die größtenteils ihre Österreich-Premieren in Zell am See feiern." Viele Filmschaffende werden persönlich beim Filmfest Zell mit dabei sein und für ein Publikumsgespräch zur Verfügung stehen. Das spreche sowohl für das Festival als auch für die Attraktivität der Region, erklärt der Veranstalter.

Das Festival beginnt am Donnerstag mit der Eröffnungsrede des renommierten Schriftstellers Norbert Gstrein. Er wird am Freitag auch aus seinem neuen Roman "Als ich jung war" lesen. Zu den Filmen, die im Pfarrsaal gezeigt werden, gehört "Zwischen uns die Mauer" über eine deutsch-deutsche Liebe vor dem Fall der Berliner Mauer. Erstmals gibt es beim Filmfest Zell am See auch einen Preis. Der Courageous Film Award wird für mutiges Filmschaffen verliehen.

Das detaillierte Programm und Tickets gibt es im Internet (www.filmfestzell.at). Der Tages-pass kostet 17 Euro, der Festivalpass 55 Euro. Bei Verfügbarkeit werden auch an der Abendkassa im Pfarrsaal noch Karten für einzelne Filme angeboten. Sie kosten neun Euro für die Langfilme und fünf Euro für die Kurzfilme.

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