Kultur

Ziemlich beste Freunde & eine einwendige Musi

Drei Generationen musizieren gemeinsam. Und gemeinsam wird auch an einer besonderen Weihnachtsveranstaltung gearbeitet.

Familienmusik Eder-Hutter: v.l. Elisabeth Eder (Harfe), Charlotte Hutter (Zither), Heidi Hutter-Eder (Hackbrett, Gitarre), Christian Eder (Kontrabass) und Johannes Eder (Zugin).  SN/familienmusik eder hutter
Familienmusik Eder-Hutter: v.l. Elisabeth Eder (Harfe), Charlotte Hutter (Zither), Heidi Hutter-Eder (Hackbrett, Gitarre), Christian Eder (Kontrabass) und Johannes Eder (Zugin).

Du horchst. Du staunst - und stellst fest: "So schön kann's klingen, wenn drei Generationen einer Familie miteinander musizieren." Da spielen Mutter, Tochter, Schwiegersohn und Enkel nicht nur ein bisserl Musi miteinander. Es klingt nach Spaß und irgendwie nach "ziemlich beste Freude". In der Volksmusik sagt man wohl "einwendig" dazu, wenn Musik zuinnerst etwas anklingen lässt.

Die Rede ist hier von der Familienmusik Eder-Hutter. Die setzt sich aus Charlotte Hutter (Zither), deren Tochter Heidi (Hackbrett, Gitarre), aus Schwiegersohn Christian Eder (Kontrabass) und den Enkeln bzw. Kindern Elisabeth (Harfe) und Johannes (Zugin) zusammen. Nach dem Tod von Josef Hutter drohte der Familienmusik das Aus. Aber Tochter Heidi ließ nicht locker. Sie beschloss zielgerichtet, die Tradition weiterzuführen. Ergebnis: Es kam zur Gründung der Familienmusik Eder-Hutter. Diese Stubenmusik besitzt einen gewissen Mehrwert. Im Saal der "Salzburger Nachrichten" umrahmten die fünf beseelten Pongauer Musikantinnen und Musikanten kürzlich einen Diskussionsabend zum Thema "Zu viel Lärm um Stille Nacht?". Die "Stückl", die von den aus Wagrain und Großarl stammenden Ensemblemitgliedern zum Besten gegeben wurden, trugen wesentlich zur entspannten Stimmung und zum Gelingen der Veranstaltung bei.

Das Feld, auf dem sich das Quintett bewegt, ist jenes der bodenständigen, unverfälschten Volksmusik.

Die Liebe zur Tradition drückt sich bei der Familie Eder-Hutter auch darin aus, dass es heuer wieder das Joseph Mohr Gedächtnissingen gibt. Zum 57. Mal schon. Am 26. Dezember in der Pfarrkirche Wagrain (17 Uhr). Leitung Charlotte Hutter.

Mit dabei: Hildegard Stofferin (Orgel), Michlbauerchorensemble (Leitung Florian Danter), Hüttschlager Alphornbläser, Feichtnviergesang (OÖ), Wagrainer Weisenbläser, Harfe und Gesang Elisabeth Eder, Bandlkramer (OÖ), Gruber Zweigesang (T), Diatonische Harmonika Johannes Eder, Innergebirg Viergesang und Familienmusik Eder-Hutter. Hannes Hutter liest Texte von Karl Heinrich Waggerl. Karten: Wagrain-Kleinarl-Tourismus und Raiba Wagrain.

Aufgerufen am 18.01.2018 um 03:22 auf https://www.sn.at/salzburg/kultur/ziemlich-beste-freunde-eine-einwendige-musi-21370507

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