Kultur

Zwischen Wattesteigt die Langeweile auf

Peter Simonischek macht ausnahmsweisenicht auf der Kinoleinwand Furore, sondernbrilliert in einer musikalischen Rezitation.

 SN/wolfgang lienbacher, http://fb.c

Das Publikum sitzt auf Darbietung harrend schon in den Reihen, doch auf der Bühne sind die Sessel vor den Notenpulten fast leer. Nur hinten zupft die Harfenistin. Platzt da ein Hackbrett- oder Zitherton hinein? Sind diese tröp felnden Töne schon der Anfang? Ein zelne Männer bringen das eine oder andere Instrument. Einer trägt riesige Wattebäusche herein, die in Plexiglaswürfeln liegen. Ah! Das gehört offenbar zum angekündigten "Bühnenraumbild" von Martin Gostner. Dann legt die Klarinette ein winziges Solo hin, dem folgt eine leise Trompete. Schließlich tritt Peter Simonischek auf und setzt sich zwischen die Musiker. All dieses scheinbare Flanieren am Beginn ist so choreografiert, dass es zum ersten Satz hinführt: "Was Wunder also, dass es rückwärts geht mit der Welt, dass das Übel mehr um sich greift, da die Langeweile zunimmt."

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