Landtagswahl in Salzburg Zum Wahlschwerpunkt ...
Landtagswahl 2018

Gut gelaunt und "ein bisschen nervös": Spitzenkandidaten gaben ihre Stimme ab

Als erster der sieben landesweit antretenden Spitzenkandidaten bei der Salzburger Landtagswahl am Sonntag hat Sepp Schellhorn von den NEOS um 8.00 Uhr seine Stimme in seiner Heimatgemeinde Goldegg im Pongau abgegeben.

Er war ohne Begleitung ins Wahllokal im Festsaal "Einklang" gekommen und wirkte etwas eilig.

Schellhorn wird vormittags zum "Auspowern" noch eine Radtour unternehmen, wie er zur APA sagte. Zu Mittag geht es dann zu einem Familienessen.

Er habe "die richtige Partei" gewählt, erklärte Schellhorn schmunzelnd. Sein Gefühl bei der Stimmabgabe sei ganz normal wie bei jedem anderen Wahlgang gewesen. Die letzten zwei Tage sei allerdings die Spannung gestiegen, jetzt heiße es einmal abwarten. "Am Abend werden wir sehen, ob wir einen richtigen Wahlkampf gemacht haben oder nicht."

Schellhorn wies die Fotografen noch daraufhin, nicht im Wahllokal zu fotografieren, damit alles rechtens abläuft. Zum Zeitpunkt seiner Stimmabgabe war noch kein großer Wählerandrang zu verzeichnen. Die NEOS kandidieren zum ersten Mal bei einer Landtagswahl in Salzburg. Wahlziel ist der Einzug in den Landtag.

Der Spitzenkanditat der NEOS Sepp Schellhorn vor der Stimmabgabe in Salzburg. SN/franz neumayr - pressefoto neuma
Der Spitzenkanditat der NEOS Sepp Schellhorn vor der Stimmabgabe in Salzburg.

SPÖ-Spitzenkandidat Walter Steidl hat gewählt

SPÖ-Spitzenkandidat Walter Steidl hat am Sonntag um 10.00 Uhr seine Stimme im städtischen Bauhof in Salzburg-Liefering abgegeben. Er kam bei strahlendem Sonnenschein in Begleitung seiner Frau Brigitte und seinem Sohn Oliver Hand in Hand ins Wahllokal.

Steidl zeigte sich optimistisch, was den Ausgang der Wahl betrifft. "Ich habe gut geschlafen. Ich bin weder nervös noch aufgeregt. Wir haben in den letzten fünf Jahren gute Arbeit geleistet und vieles richtig gemacht. Ich habe keine Angst vor der Zeugnisverteilung", sagte Steidl. Heute steht noch eine gemeinsames Mittagessen mit der Familie am Programm.

SPÖ-Spitzenkandidat Walter Steidl mit Frau Brigitte und Sohn Oliver im Gespräch mit Passanten vor der Stimmabgabe in Salzburg. SN/APA/EXPA/JFK
SPÖ-Spitzenkandidat Walter Steidl mit Frau Brigitte und Sohn Oliver im Gespräch mit Passanten vor der Stimmabgabe in Salzburg.

Grüne Spitzenkandidatin Rössler radelte zum Wahllokal

Pünktlich zur angekündigten Zeit um 10.00 Uhr radelte die Spitzenkandidatin der Salzburger Grünen LHStv. Astrid Rössler zur Stimmabgabe ins Pfarrzentrum St.Vitalis am Stadtrand Salzburgs. Ohne sich den wartenden Medienvertretern zuzuwenden, huschte sie ins Wahllokal, nachdem sie ihr grünes Rad abgestellt hatte.

LHStv. und Spitzenkandidatin Astrid Rössler (Grüne) vor der Stimmabgabe. SN/APA/BARBARA GINDL
LHStv. und Spitzenkandidatin Astrid Rössler (Grüne) vor der Stimmabgabe.



Wortkarg gab sie sich auch, als sie wenige Minuten später wieder herauskam. Es sei ein unglaublich schöner Frühlingstag, "und den werde ich jetzt zumindest bis Mittag genießen", sagte sie. Für den Wahlausgang habe sie ein gutes Gefühl. Andere Fragen zur heutigen Landtagswahl beantwortete sie nicht und vertröstete auf 16.00 Uhr, also den Zeitpunkt des Wahlschlusses.

Haslauer hofft auf "herrlichen Tag"

Mit "leicht gespannter Erwartungshaltung" ist der Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) am Sonntag zur Stimmabgabe geschritten. Als sein offizielles Wahlziel nannte der ÖVP-Chef einmal mehr 33 Prozent der Stimmen. "Wenn es mehr ist, sind wir nicht böse, ganz im Gegenteil", sagte Haslauer. Einen Vierer vor dem Resultat bezeichnete er als "fast nicht möglich".



Der Landeshauptmann verwies bei der Stimmabgabe in einer Volksschule in Salzburg-Morzg auf das strahlend schöne Wetter. Es sei ein "herrlicher Tag" und er hoffe, dass der Tag bis zum Abend herrlich bleibe. Begleitet wurde Haslauer von seiner Gattin Christina. Die ersten Ergebnisse will sich der Landeshauptmann um 16.00 Uhr in seinem Büro ansehen, danach geht es zu den Interviews in die Wahlzentrale im ORF-Landesstudio.

Gewählt hat Haslauer übrigens im Wahllokal 13-13. Für den Landeshauptmann kein Problem, ist er doch nicht abergläubisch: "Die 13 ist eine Zahl wie jede andere auch."

FPÖ-Frontfrau Marlene Svazek gab Stimme ab

Gegen 11.00 Uhr hat die freiheitliche Spitzenkandidatin und FPÖ-Generalsekretärin, Marlene Svazek, gut gelaunt ihre Stimme in der Volksschule ihrer Heimatgemeinde Großgmain abgegeben."Ich bin ein bisschen nervös", räumte sie ein. Sie habe aber kein schlechtes Gefühl.

Landesparteiobfrau und Spitzenkandidatin Marlene Svazek (FPÖ) nach der Stimmabgabe. SN/APA/BARBARA GINDL
Landesparteiobfrau und Spitzenkandidatin Marlene Svazek (FPÖ) nach der Stimmabgabe.



"Ich bin froh, dass der Wahlkampf zu Ende ist", sagte Svazek. Die Landesobfrau kam mit ihrer Schwester und deren Familie ins Wahllokal. "Am Nachmittag werde ich ein wenig die Sonne genießen." Nachdem sie ihre Stimme abgegeben hatte, nahm sie sich noch Zeit für einige kurze Gespräche mit Wählern.

Hans Mayr gut gelaunt bei Stimmabgabe

Um eine halbe Stunde später als angekündigt, aber gut gelaunt hat Spitzenkandidat Hans Mayr von der "Salzburger Bürgergemeinschaft" (SBG) am Sonntagvormittag in der Volksschule Goldegg seine Stimme abgegeben. Er kam in Begleitung seiner Gattin "Maresi" und Tochter Lara, alle drei waren volkstümlich in Tracht gekleidet.

Der im Jänner wegen einer Parteispendenaffäre zurückgetretene Landesrat, der 2013 mit einem Team-Stronach-Ticket Mitglied der Landesregierung wurde, gab sich zuversichtlich. Er sei sehr zufrieden und freue sich über den schönen Tag, sagte er vor Journalisten. Die Mittagsstunden wird er noch mit seiner Familie verbringen, ehe es am Nachmittag ins Wahl-Medienzentrum geht. Mayr hofft auf einen Einzug in den Landtag, auch wenn Meinungsforscher das Gegenteil prognostizierten.

Salzburger Bürgergemeinschaft, Hans Mayr, mit Ehefrau Maria Theresia und Tochter Lara im Rahmen seiner Stimmabgabe zur Salzburger Landtagswahl in Goldegg. SN/APA/NEUMAYR/ROLAND HOELZL
Salzburger Bürgergemeinschaft, Hans Mayr, mit Ehefrau Maria Theresia und Tochter Lara im Rahmen seiner Stimmabgabe zur Salzburger Landtagswahl in Goldegg.

FPS-Spitzenkandidat Karl Schnell optimistisch

FPS-Spitzenkandidat Karl Schnell hat sich nach seiner Stimmabgabe am Sonntagvormittag in der Volksschule Wiesern in Saalbach-Hinterglemm mehr als optimistisch gezeigt, den Einzug in den Landtag zu schaffen. "Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass wir reinkommen werden."

"So locker war ich noch nie in meinem Leben. Das wird heute eine absolut positive Überraschung werden", sagte Schnell in Hinblick auf den Ausgang der heutigen Wahl. Er könne sich nicht vorstellen, dass die vielen Menschen, die gesagt haben, sie werden ihn wählen, ihn anlügen würden, verwies der Spitzenkandidat auf die schlechten Umfragewerte.

Der praktische Arzt wählte in Begleitung seiner Frau Christine und weiterer Familienmitglieder. Er werde noch seine Mutter versorgen und um 13.30 Uhr in die Stadt Salzburg fahren, sagte er.

Quelle: APA

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