Landtagswahl in Salzburg Zum Wahlschwerpunkt ...
Landtagswahl 2018

Landtagswahl: 2700 Schüler stellten ihre Fragen

Erstwähler fanden Draht zu Politikern - Wahlkampf blieb nicht ganz draußen.

Rund 1300 Schülerinnen und Schüler kamen zur Diskussion in das Kongresshaus in der Stadt Salzburg. Insgesamt waren 2700 Schüler bei den fünf Veranstaltungen der Landesschülervertretung. SN/STEFANIE SCHENKER
Rund 1300 Schülerinnen und Schüler kamen zur Diskussion in das Kongresshaus in der Stadt Salzburg. Insgesamt waren 2700 Schüler bei den fünf Veranstaltungen der Landesschülervertretung.

Rund 2700 Schülerinnen und Schüler besuchten die fünf Diskussionen in Zell am See, Tamsweg, Neumarkt, St. Johann und Salzburg mit den Spitzenkandidaten der wahlkämpfenden Parteien. Einzig der Termin in Hallein wurde abgesagt. "Es waren nur 31 Schüler angemeldet", begründet dies Manuel Carli. Der Salzburger Landesschülervertreter ist stolz auf sein Team und die Resonanz bei Schülern und Politikern. ÖVP, SPÖ, Grüne, FPÖ, FPS, Neos und die SBG waren bei den Diskussionen vertreten. Viele Spitzenkandidaten kamen selbst: Wilfried Haslauer (ÖVP) sowie Marlene Svazek (FPÖ) waren bei drei Veranstaltungen vor Ort, Hans Mayr (SBG) und Sepp Schellhorn (Neos) bei vier, Walter Steidl (SPÖ) bei einer. "Wir haben viel positives Feedback erhalten, vor allem von den Schülern", freut sich Carli. Über ein Online-Tool konnten Schüler Fragen stellen und abstimmen, wer sie am meisten überzeugt hat. "Die Schülerinnen und Schüler konnten sich ihr eigenes Bild von den Politikern machen. Das ist eine gute Grundlage für die Wahlentscheidung", ist Carli überzeugt.

Inhaltlich gaben die Diskussionen einiges her. 500.000 Unterstützer für das Antirauchervolksbegehren seien nicht "die Mehrheit" in Österreich - so erklärte Svazek, warum es nicht vor 2021 zu einer Volksabstimmung kommen werde. Und: Alle Parteienvertreter würden bei einer Abstimmung über einen Austritt aus der EU mit "Nein" stimmen. Svazek: "Bei der damaligen Volksabstimmung (1994, Anm.) war ich zu jung. Vielleicht hätte ich damals anders abgestimmt als jetzt. Jetzt würde ich mit "Nein" stimmen. Ich möchte nicht aus der EU austreten." Für Aufregung sorgten die Diskussionen auch bei den Eltern, da Vertreter von Neos und Grünen die Legalisierung von Cannabis befürworteten und sogar von eigenen Erfahrungen berichteten. Landeselternvertreterin Heidrun Eibl-Göschl sagt: "Das ist ein Riesenskandal. Wir versuchen präventiv zu arbeiten, was den Drogenkonsum betrifft, und dann gibt es solch leichtfertige und sinnlose Aussagen. Eine einzige Katastrophe."

Wermutstropfen für die Organisatoren: In Zell am See wurde beobachtet, dass während der Abstimmung nicht nur Schüler, sondern auch Parteienvertreter zu ihren Handys griffen. In Neumarkt trudelten nach Ende der Veranstaltung 44 Stimmen für Neos ein. Der Vorwurf der Manipulation stand im Raum. "Aus unserem Team wurde keine Stimme organisiert. Was passiert ist, können wir nicht nachvollziehen. Intern haben wir deutlich kommuniziert, dass wir so etwas aus unseren Reihen nicht akzeptieren", sagt Neos-Wahlkampfleiter Christian Renner. Bei den übrigen Diskussionen habe es keine gröberen Auffälligkeiten gegeben. Carli: "Schade, dass so etwas bei Schülerveranstaltungen ein Thema sein muss."

Quelle: SN

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