Landtagswahl in Salzburg Zum Wahlschwerpunkt ...
Landtagswahl 2018

Wahlkampfauftakt als Machtdemonstration in Schwarz

Die Salzburger ÖVP feierte ihren Wahlkampfauftakt im Messezentrum mit über 1500 Gästen.

Die Salzburger Volkspartei ließ am Freitagabend keinen Zweifel daran aufkommen, wer auch künftig die stärkste Kraft im Land bleiben soll. Der Wahlkampfauftakt in der Messehalle wurde vor mehr als 1500 Gästen pompös inszeniert, eine 32 Meter lange Bühne und 16 Meter Videowall inklusive. Im Vergleich mit den Auftaktveranstaltungen der politischen Gegner wollte die ÖVP demonstrativ zeigen, dass sie in der Lage ist, um Klassen höher zu spielen. Bundeskanzler Sebastian Kurz durfte dabei nicht fehlen.

Dynamik entwickeln für den Endspurt - das war das erklärte Ziel. Zwar führt die Salzburger ÖVP in allen bisher veröffentlichten Umfragen deutlich mit 32 bis 40 Prozent. Platz eins ist Wilfried Haslauer bei der Landtagswahl am 22. April praktisch gewiss. Doch den sicher geglaubten Sieg fürchten die "Schwarzen" mehr denn je. Zu gute Umfragewerte sind ein Luxusproblem. Gemeindebundpräsident Helmut Mödlhammer meinte deshalb: "Es wird knapper, als wir alle glauben."

Umfragewerte als Luxusproblem

ÖVP-Landesobmann Haslauer zog mit seinem Team unter Applaus und stehenden Ovationen um 19.20 Uhr mit der Musik "Eye of the Tiger" in den Saal ein. Auch er mahnte zur Vorsicht: "Mit Umfragen gewinnt man keine Wahlen." In seiner einstündigen Rede ließ Haslauer die Koalitionsfrage einmal mehr unbeantwortet.

"Wir werden nach der Wahl bestimmt den richtigen Weg finden." Er verstehe die Vorbehalte gegen die Grünen, aber auch gegen die FPÖ oder die Neuauflage einer Großen Koalition mit der SPÖ. Darauf gebe es nur eine Antwort: "Wählt's schwarz, dann braucht ihr euch später nicht grün und blau ärgern, dass ihr rot im Gesicht werdet." Mit Seitenhieb auf Astrid Rösslers Kampagne meinte Haslauer: "Ich bin ein Politiker". Und in Richtung der freiheitlichen Kandidatin, die angekündigt hat, dass sie ihn auf die Spur bringen wolle, meinte Haslauer: "Ich würde empfehlen, die Rechtsabbieger in der eigenen Partei auf die Spur der Rechtsstaatlichkeit und Demokratie zu bringen."

Bundeskanzler Sebastian Kurz Landeshauptmann Wilfried Haslauer. SN/APA/BARBARA GINDL
Bundeskanzler Sebastian Kurz Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

Die ÖVP nahm am Freitag auch noch einmal Bezug auf den Finanzskandal. Das "Aufräumen" verbucht Haslauer als Erfolg. Denn nach dem "Scherbenhaufen 2013" stehe das Land nun wieder "wirtschaftlich an der Spitze, mit der niedrigsten Arbeitslosenquote".

In dem bis ins Detail durchgetakteten Programm unterlief Freitagabend nur ein Lapsus: Die Moderatorin kündigte den Landeshauptmann zunächst als "Siegfried Haslauer" an. Was Landesrat Josef Schwaiger aber nicht wirklich störte. "Da steckt schon das Wort Sieg drinnen".

Aufgerufen am 19.11.2018 um 06:53 auf https://www.sn.at/salzburg/landtagswahl-2018/wahlkampfauftakt-als-machtdemonstration-in-schwarz-26363089

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