Leben

Ein Feiertag für Salzburgs Naturschutzgebiete

Christi Himmelfahrt ist heuer "Natura 2000 Tag" − EU-Projekt fördert den länderübergreifenden Schutz gefährdeter wildlebender Pflanzen- und Tierarten und ihrer natürlichen Lebensräume.

Landesrätin Maria Hutter im erlebbaren Wasenmoos in Mittersill. SN/land salzburg/melanie hutter
Landesrätin Maria Hutter im erlebbaren Wasenmoos in Mittersill.

Christi Himmelfahrt steht heuer als "Natura 2000 Tag" im Zeichen des europäischen Naturschutzes. Natura 2000 ist ein zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten innerhalb der Europäischen Union, das seit 1992 errichtet wird. Sein Zweck ist der länderübergreifende Schutz gefährdeter wildlebender heimischer Pflanzen- und Tierarten und ihrer natürlichen Lebensräume. Im Land Salzburg gibt es insgesamt 52 Natura-2000-Gebiete. Diese umfassen rund 15 Prozent der Landesfläche und bilden einen wichtigen Schutz- und Lebensraum für seltene Gattungen und einzigartige Pflanzen. Sie sind wahre Kleinode für zahlreiche Vogel- und Insektenarten.

Einzigartige Flächen als geschützte Areale

"Viele private und öffentliche Grundbesitzer wie Gemeinden, die Bayerischen Saalforste oder die Österreichischen Bundesforste haben ermöglicht, einzigartige Flächen unseres Landes für die Zukunft als geschützte Areale in das europaweite Schutzgebietssystem Natura 2000 einzubringen", erklärt Naturlandesrätin Maria Hutter.

Wertvolle Naturwaldreservate

Neben dem Nationalpark Hohe Tauern, der auch als Natura-2000-Gebiet nominiert ist, ist das Natur- und Europaschutzgebiet Kalkhochalpen mit 212 Quadratkilometern das größte Naturschutzgebiet im Land. Dort gibt es zwei der größten Naturwaldreservate des Landes mit seltenen Waldgesellschaften, bemerkenswerten Flechten und seltenen Brutvögeln.

Weltweit einzigartige Moose und Moore

Die Salzburger Natura-2000-Gebiete beherbergen unter anderem auch weltweit bedeutsame Moosvorkommen (Rudolphs Trompetenmoos, Firnisglänzendes Sichelmoos, Felsgrimaldi Moos), größere voralpine Moorgebiete mit Brachvogelbrutgebieten wie etwa das Wenger Moor oder die Oichtenriede, einzigartige Schluchtwälder und Flusslandschaften wie etwa die Salzach-Auen mit Vorkommen der seltenen Hohltaube und dem Mittelspecht sowie besonders sensible alpine Schwemmländer in den Zentralalpen. Und in Unken findet sich eines der bedeutendsten Bergmähder, das nur mit Hilfe traditioneller Bewirtschaftung durch die Bäuerinnen und Bauern für die Zukunft erhalten wird. "In allen unseren Natura-2000-Gebieten wird mit großer Unterstützung von Besitzern ein wichtiger Beitrag für den Erhalt der Natur und Artenvielfalt für unsere Nachkommen geleistet", freut sich Landesrätin Hutter.

Quelle: SN

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