Politik

148 Schülerinnen und Schüler übten Politik in Hallein

Den Wohlstand steigern, die Bürger zufrieden stellen und Spezialaufträge erledigen. Das waren die Aufgaben beim Planspiel "Newland" an der Landesberufsschule Hallein. Im Mittelpunkt standen heuer Menschenrechte, Umweltschutz und Migration.

Berufsschulen lernen Demokratie und politisches Handeln kennen. Darum geht es beim politischen Planspiel "Newland" von Akzente und der AK Salzburg. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekleideten Ämter, mussten als Staat gemeinsam Aufgaben und jeder einzeln Geheimaufträge erfüllen. Das Planspiel ging kürzlich an der Landesberufsschule in Hallein in die sechste Runde - mit 148 Lehrlingen aus acht Berufsschulen.

"Wachsam sein, um keinen Fehlinformationen aufzusitzen"

AK-Präsident und ÖGB-Landesvorsitzender Peter Eder appellierte in seiner Begrüßung an die Jugendlichen, gerade in Zeiten des digitalen Informationsüberflusses kritisch zu bleiben. "Ihr seid in der glücklichen Lage auf so viele Informationen zugreifen zu können, wie keine Generation zuvor. Hier gilt es wachsam zu sein, um keinen Fehlinformation aufzusitzen. Stattdessen sollten die neuen Möglichkeiten genutzt werden, um sich eine fundierte Meinung zu bilden."

Entscheidungen gemeinsam treffen ist nicht immer einfach

Das Ziel des Spiels ist der Erwerb politischer Kompetenzen. Von Wahlen und politischer Verantwortung bis zum Lösen von nationalen und zwischenstaatlichen Problemen. Hilla Lindhuber von der AK Salzburg: "Die jungen Leute können verschiedene politische Systeme austesten und ein besseres Verständnis für Strukturen und Abläufe in der Politik entwickeln. Und sie lernen: Entscheidungen gemeinsam zu treffen, ist nicht immer einfach."

Die "Vereinten Nationen von Newland" nahmen Flüchtlinge auf

Hilla Lindhuber: "Als Spiegelbild der Gesellschaft standen heuer Menschenrechte, Umweltschutz und das Migrationsthema ganz oben auf der Themenliste." Erfreulich sei gewesen, zu beobachten, dass die "Vereinten Nationen von Newland" nach einer fiktiven Naturkatastrophe die Flüchtlinge des betroffenen Staates aufgenommen haben. "Weshalb sollten wir unsere Ressourcen nicht teilen, wir haben doch genug", stellte ein Schüler fest.

"Am Ende geht es darum, gemeinsam etwas zu erreichen"

Gewinner war am Ende, wer den Wohlstand der Heimatnation steigern konnte, zufriedene Bürgerinnen und Bürger hatte und Spezialaufträge erledigte. Darum gab es auch einen Einzel- und einen Nationensieger. Bei "Newland" 2019 holte sich der Staatenbund "Vereinte Nationen von Newland" den Gesamtsieg. Laura Hinterschwaiger hatte bei der Individualwertung die Nase vorn. Hilla Lindhuber bei der Verleihung: "Newland lässt mit Spaß und unbeschwert neue Ideen zu. Dieses Mal rückten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Frieden durch Zusammenhalt ins Zentrum. Sie lernten Politik und demokratische Abläufe kennen. Am Ende geht es darum, gemeinsam etwas zu erreichen. Das Ganze ist ein großer Spaß mit Bildungseffekt - so lernt es sich am besten!"

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