Politik

15.500 Euro für ein ausgemustertes Fahrzeug?"Das ist ein Fantasiepreis"

Der frühere Branddirektor der Stadt Salzburg, Eduard Schnöll, will das Bild bei den von der Stadt verschenkten Fahrzeugen zurechtrücken. Verschenkt worden sei gar nichts.

Eduard Schnöll war 19 Jahre lang Branddirektor und damit Chef der Berufsfeuerwehr in der Stadt Salzburg.  SN/robert ratzer
Eduard Schnöll war 19 Jahre lang Branddirektor und damit Chef der Berufsfeuerwehr in der Stadt Salzburg.

Bis 2014 war Eduard Schnöll Chef der Berufsfeuerwehr (BF). In seiner Amtszeit wurde 2010 ein Fahrzeug um einen symbolischen Euro nach Finikounda (Griechenland) "verschenkt".

Was war denn mit dem Fahrzeug nicht in Ordnung Eduard Schnöll: Es war 21 Jahre alt und war Schrott. Das Auto war hinüber. Es hatte massive Probleme, zum Beispiel Mängel an den Bremsen. Ich habe das Fahrzeug beim Amt der Landesregierung überprüfen lassen, die Mängel wurden alle bestätigt. Es zu reparieren hätte keinen Sinn gehabt.

Wer hatte den Vorschlag mit Griechenland 2009 gab es Waldbrände in der Region. Ein Unternehmer hat mich ein Jahr vorher gefragt, ob wir ein altes Fahrzeug haben. Ich sagte ihm, wenn wir es nicht mehr verkaufen können und es auch die Freiwilligen nicht haben wollen, dann ja. Das Fahrzeug zu verschenken wurde von mir vorgeschlagen und Heinz Schaden hat das damals entschieden. Alle anderen waren auch informiert.

Normalerweise werden die ausgemusterten Fahrzeuge der BF also verkauft Ja, es entsteht ja gerade der Eindruck, dass wir alles verschenken. Das stimmt nicht. Solange ich für Fahrzeuge etwas bekommen habe, habe ich es nicht verschenkt, nicht einmal für einen guten Zweck. Aber damals gab es ja nicht einmal einen Schrottwert dafür. Im Gegenteil: Als ich einmal ein Fahrzeug verschrottet habe, musste ich noch 500 Euro dafür zahlen.

Das Fahrzeug, das 2017 verschenkt wurde, das war zwar nach meiner Zeit - aber das war sogar 36 Jahre alt. Das muss man auch einmal erwähnen, finde ich. Das ist doch lächerlich.

Die SPÖ beruft sich auf ein Online-Inserat. Da wird ein solches Feuerwehrfahrzeug um 15.500 Euro angeboten Das ist ein Fantasiepreis. Dann sollen sie das nächste Mal so ein Fahrzeug doch in den Hof des Schlosses Mirabell stellen und warten, bis ihnen jemand diesen Preis bezahlt. Es gäbe wirklich Wichtigeres in dieser Stadt als diese Debatte, und wenn einem ein Prüfbericht nicht passt, dann wird er eben angezweifelt. Für die Stadt ist kein Schaden entstanden. Eine Schweinerei ist es, dass diese anonyme Anzeige einem Feuerwehrmann unterstellt wird.

Quelle: SN

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