Politik

2017 verlor die Kirche 4000 Zahler

4864 Kirchenaustritten stehen 486 Neu- oder Wiedereintritte gegenüber.

Die Erzdiözese Salzburg hatte auch im Vorjahr einen Mitgliederschwund zu verzeichnen.  SN/robert ratzer
Die Erzdiözese Salzburg hatte auch im Vorjahr einen Mitgliederschwund zu verzeichnen.

Im Jahr 2018 haben insgesamt 4864 Personen die katholische Kirche in der Erzdiözese verlassen. Das ist ein Anstieg um 34 Personen im Vergleich zu 2017 (4830). Hingegen traten im Vorjahr 486 (2017: 506) Personen neu oder wieder in die katholische Kirche ein; 26 Personen wiederriefen ihren Austritt. Die Gesamtzahl der Katholiken in den 210 Pfarrgemeinden der Erzdiözese ist im Vorjahr um 3937 auf 464.709 zurückgegangen - vor allem durch Todesfälle, die die Zahl der Taufen überwogen. Diese Zahlen hat die Erzdiözese am Mittwoch bekannt gegeben.

Auch Details aus dem Gesamtbudget für 2019, das in Summe 53,5 Mill. Euro umfasst, wurden verlautbart: So wurde das Baubudget heuer auf rund 5,75 Mill. Euro erhöht. Finanzkammerdirektor Cornelius Inama: "Insgesamt sind 182 Bauansuchen aus Pfarren und diözesanen Einrichtungen eingelangt." In Summe werden von der Erzdiözese 15 größere Kirchenrenovierungen mitfinanziert. Dazu kommen der Neubau des Pfarrhofs in Fuschl und fünf größere Pfarrhaus-Sanierungen. Größere Einzelprojekte in der Landeshauptstadt sind zudem der Umbau des Sebastian-Ritter-Saales im Bildungshaus St. Virgil, die Caritas-Notschlafstelle unweit der Elisabeth-Kirche, der Umbau des Christkönigkollegs am Kapitelplatz in Büros und die Sanierung des desolaten Kirchturms in der Pfarre Salzburg-Herrnau.

Zur heiklen Frage, ob und wann es heuer, wie angedacht, für Touristen Eintrittsgebühren für den Dom geben soll, gab es mit Verweis auf eine dazu tagende Arbeitsgruppe noch keine Auskunft.

Quelle: SN

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