Politik

25 Millionen Euro für Salzburgs baufällige Kasernen

Die Summe soll bis Ende 2021 in mehrere Bauprojekte fließen. Für die Instandsetzung der sanierungsbedürftigen Infrastruktur bräuchte es die vierfache Summe.

Militärkommandant Anton Waldner, Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Verteidigungsministerin Klaudia Tanner beim Abschreiten der Front im Zuge der Angelobung von 290 Rekruten in der Schwarzenberg-Kaserne. SN/bundesheer/helmut steger
Militärkommandant Anton Waldner, Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Verteidigungsministerin Klaudia Tanner beim Abschreiten der Front im Zuge der Angelobung von 290 Rekruten in der Schwarzenberg-Kaserne.

Mehr als 100 Millionen Euro - so hoch beziffert das Militärkommando den Investitionsbedarf für die Sanierung der Kasernen in Salzburg. Bis 2021 solle ein Viertel davon in die Erneuerung geflossen sein, kündigte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) am Freitag an.

Das Geld solle in verschiedene Bau- und Sanierungsprojekte in der Schwarzenberg-Kaserne, in der Krobatin-Kaserne, am Truppenübungsplatz Aualm, in der Heeresmunitionsanstalt Buchberg und im Seminarzentrum Felbertal fließen. Militärkommandant Anton Waldner sagte, er sei "nicht unzufrieden" mit den Zusagen der Ministerin. Die Modernisierung der Kasernen "läuft sukzessive".

Darüber hinaus kündigten Ministerin Tanner und Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) nach einem Arbeitsgespräch die Beschaffung von 30 Pandur-Radpanzern und 200 Unimog-Fahrzeugen für die Miliz an. "Es stimmt in keiner Weise, dass das Bundesheer ausgehungert ist. Aber es stimmt, dass es Nachholbedarf gibt", meinte Haslauer.

Nachholbedarf herrscht jedenfalls bei der Hubschrauberflotte. Über die Nachfolge der mehr als 50 Jahre alten Alouette-III-Flotte solle spätestens im Herbst entschieden werden. Offen ist auch der Zeitplan für das 80-Millionen-Euro-Projekt einer Drohnenabwehr in Salzburg. "Wir werden durch den Generalstab und unseren Experten ein neues Risikobild erstellen. Das wird mit Ende August fertig sein", sagte Tanner. Auf dessen Grundlage solle das Projekt "sehr bald und sehr zügig" gestartet werden.

Quelle: SN

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