Politik

400 neue Krabbelplätze nötig

Johanna Schnellinger ist seit 2014 im Gemeinderat und sitzt im Planungs- und Bauausschuss. Als Geografin und Stadtentwicklerin liegt ihr speziell die ökologische Stadtentwicklung am Herzen.

Mit der Gemeinderatssitzung vom 7. Februar wechselte Johanna Schnellinger vom Stadtsenat in den Bauausschuss. SN/sw/Ricky Knoll
Mit der Gemeinderatssitzung vom 7. Februar wechselte Johanna Schnellinger vom Stadtsenat in den Bauausschuss.

40 Gemeinderäte und -rätinnen bestimmen in der Stadt Salzburg, welche Themen sie in den Ausschüssen diskutieren. An dieser Stelle beziehen sie wöchentlich aktuell Position.


Redaktion: Was hat sich seit der Wahl Harald Preuners zum Bürgermeister für Sie in der politischen Arbeit verändert?
Johanna Schnellinger: Persönlich derzeit nichts, aber wie sich die Zusammenarbeit mit der SPÖ-Fraktion entwickelt, wird sich erst weisen. Uns sind jedenfalls Themen wie der Bildungscampus Lehen sowie die Schaffung von 400 neuen Krabbelstuben-Plätzen sehr wichtig.


Wo sehen Sie die drängendsten Aufgaben für das Jahr 2018 in der Stadt?
Da geht es eben um die Krabbelstubenplätze und darum, den Bildungscampus Lehen auf den Weg zu bringen. In Sachen Verkehr muss eine Investitions- und Planungsgesellschaft gegründet werden, die ein Konzept vorlegt, hinter dem alle stehen. Dann kann sie Verhandlungen mit Bund, Land und Gemeinden über die Finanzierung aufnehmen.


Glauben Sie, dass nach dem jüngsten Urteil des Verwaltungsgerichtshofs der Ausbau der Mönchsberggarage noch möglich sein wird?
Ich glaube nicht, dass das zügig vonstattengehen wird. Und wenn eine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig ist, müssen wir sie durchführen.


Im Sinne von Natur- und Umweltschutz, können Sie selbst überhaupt dem Garagenausbau zustimmen?
Auf jeden Fall, denn sie bringt ja viele Vorteile, z. B. für die Altstadtbewohner und die Dauerparker, zahlreiche Oberflächenparkplätze fallen weg. Überdies werden nach Ende der Bauarbeiten neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen.


Wird sie nicht mehr Verkehr anziehen?
Das glaube ich nicht, denn der jetzige Rückstau entsteht ja nur dann, wenn die Garage voll ist und der Parkplatzsuchverkehr in die Nebenstraßen ausweicht.


Als Bereichssprecherin Umwelt und Verkehr in der SPÖ, was braucht Salzburg?
Beim Verkehr z. B. gibt es langfristige Ziele wie die Stadt-Regionalbahn, kurzfristige Maßnahmen wie die Radverkehrsstrategie und die Parkraumbewirtschaftung. Mittelfristig brauchen wir die Anbindung der Umlandgemeinden ins Öffi-Netz.

Ganz kurz noch ...

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