Politik

680.000 Euro mehr vom Land für die Erwachsenenbildung

Insgesamt 300.000 Bürger nutzten 2016 Erwachsenenbildungskurse, 60 Prozent davon waren Frauen. Heuer soll es für den Sektor deutlich mehr Geld des Landes geben.

Mehr Geld gibt es 2017 für Basisbildungskurse - zu denen neben dem Erwerb von Lesen-, Schreib- und Rechenkenntnisse auch grundlegende Computerkenntnisse zählen.  SN/BilderBox
Mehr Geld gibt es 2017 für Basisbildungskurse - zu denen neben dem Erwerb von Lesen-, Schreib- und Rechenkenntnisse auch grundlegende Computerkenntnisse zählen.

Gute Nachrichten für Erwachsenenbildungs-Sektor konnte die zuständige Landesrätin Martina Berthold (Grüne) am Montag verkünden: Die Landesgelder für diesen Bereich wurden heuer um 680.000 Euro oder 24,6 Prozent erhöht. Damit stehen 2017 der Erwachsenenbildung 3,5 Millionen Euro zur Verfügung. Allein für Kurse zum Nachholen des Pflichtschulabschlusses stehen heuer 1,4 Millionen Euro - und damit um 450.000 Euro mehr als bisher - zur Verfügung. 2018 soll es eine weitere kleine Erhöhung geben, sagt Berthold. Insgesamt 300.000 Bürger nutzten 2016 Erwachsenenbildungskurse, 60 Prozent davon waren Frauen.

Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Salzburger Erwachsenenbildung (ARGE SEB) und BFI-Direktor, Werner Pichler, zeigte sich über die Erhöhung der Förderungen erfreut: "Nach Jahren der Stagnation gibt es nun für eine Reihe von Einrichtungen wieder mehr Bewegungsspielraum und Sicherheit", betonte Pichler. Diese braucht es, um zum Beispiel bestehende Angebote von Bildungsnahversorgern, wie etwa dem Katholischen Bildungswerk oder dem Salzburger Bildungswerk, weiter zu entwickeln."

Vor allem große Träger sollen von der Erhöhung profitieren

Laut Berthold sollen von den Erhöhungen heuer vor allem Volkshochschule, Salzburger Bildungswerk, Katholisches Bildungswerk, Evangelisches Bildungswerk sowie St. Virgil profitieren - und zwar im Ausmaß von jeweils zehn Prozent mehr Förderung.

Dass viele Bildungsanbieter, die Geld vom Europäischen Sozialfonds bekommen, aktuell mit extrem hohen und bürokratisch Nachweispflichten konfrontiert sind, ärgert auch Berthold: "Das ist eine überzogene Kontrollwut des Bundes. Ich werde daher an Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ, Anm.) appellieren, das auf ein vertretbares Maß zu reduzieren."




Quelle: SN

Aufgerufen am 25.09.2018 um 03:35 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/680-000-euro-mehr-vom-land-fuer-die-erwachsenenbildung-501970

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