Politik

Ärger vor Treffen um Grenzkontrollen in Wals: "So geht es nicht weiter"

Bei dem Schneegestöber am Mittwoch brach der Verkehr um die Stadt Salzburg zusammen. Der größte Stau bildete sich auf der Tauernautobahn vor dem Walserberg. Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP) spricht heute, Freitag, mit dem bayerischen Innenminister Joachim Hermann über die Grenzkontrollen.

Wie geht es Ihnen als Walser mit den ständigen Staus am Walserberg? Schnöll: Wir sehen, dass es so nicht weitergeht. Diese Staus sind hochgradig standortschädigend. Wir haben kein Verständnis für diese Form der Grenzkontrollen. Das wollen wir Innenminister Hermann bei dem Gespräch vermitteln.

Gespräche mit Bayern gab es seit 2015 bereits einige. Passiert ist nichts. Bei unserem Besuch im Sommer wurde uns in Aussicht gestellt, dass man für den Winterurlaub eine Lösung zustande bringt. Das ist bis dato nicht erfolgt. Bei einem solchen Verkehrsaufkommen mit zwei Spuren zu kontrollieren funktioniert nicht. Die Innenminister Horst Seehofer und Herbert Kickl haben sich ja darauf geeinigt, dass es Grenzkontrollen geben soll. Auch in Nickelsdorf wird kontrolliert. Aber wir haben hier in Salzburg keine ungarischen Verhältnisse und brauchen andere Kontrollen. Darüber müssen wir uns als Salzburger und Bayern einig werden. Dann wäre uns schon geholfen.

Stau gibt es auch abseits der Grenzkontrollen. Was kann man in Salzburg tun? Unser Stauproblem ist hausgemacht. Wir haben zu wenig Platz und zu viele Autos. Die Menschen müssen in größere Gefäße umsteigen. Da ist in Salzburg jahrzehntelang nichts passiert. Auch für die ÖVP war der öffentliche Verkehr nicht immer das größte Anliegen. Das muss sich ändern. Aber wir können nur einen Schritt nach dem anderen tun. Wir müssen bei dem Preis etwas machen, aber auch die Linienführungen anpassen.

Sie sprechen von Anreizen. Braucht es auch Verbote? Es wäre nicht fair, jetzt mit Verboten zu kommen, wenn das Angebot so schlecht ist. Es gibt extrem viele Menschen, die auf das Auto angewiesen sind. Wir müssen jetzt jene zum Umsteigen bewegen, die es auch können.

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