Politik

Airbnb zeigt sich bereit, für Vermietung Steuern einzuheben

Die Stadt Salzburg hat 2016 rund 20 Verfahren gegen Wohnungsbesitzer angestrengt, die ihre Wohnung über Onlineplattformen illegal an Touristen vermieten. Daher geht der Marktführer Airbnb nun auf die Stadt zu - was dem Bürgermeister aber nicht genug ist.

Die Online-Plattform Airbnb liegt vielerorts mit öffentlichen Stellen im Clinch – und geht nun auf Städte wie Salzburg zu.  SN/apa (afp)
Die Online-Plattform Airbnb liegt vielerorts mit öffentlichen Stellen im Clinch – und geht nun auf Städte wie Salzburg zu.

Die Stadt Salzburg will - wie viele andere europäische Städte - die Regeln für private Wohnungsvermietung über Plattformen wie Airbnb verschärfen. 2016 gab es 20 Verfahren gegen Wohnungsbesitzer. Schätzungen zufolge dürften in der Stadt rund 1000 Wohnungen online zur temporären Vermietung angeboten werden. Allein beim Marktführer Airbnb sind es 800. Vizebürgermeister Harald Preuner (ÖVP) sagt, dass in der Stadt bereits Immobi lien nur für den Zweck der Onlinevermietung erworben oder gebaut werden: "Das treibt die Wohnungspreise noch weiter in die Höhe."

Marktführer Airbnb will nun kooperieren: Möglich wäre, Steuern automatisiert an die Stadt weiterzuleiten, heißt es. "Weltweit suchen wir den Austausch mit Städten, um zu klaren Regeln zugunsten von Bürgern, die gelegentlich ihr Zuhause teilen wollen, beizutragen", so eine Sprecherin von Airbnb.

Bgm. Heinz Schaden (SPÖ) ist das zu wenig: "Mir geht's ja nicht um die Ortstaxen." Viel schlimmer sei, dass das Vermieten von Wohnungen, ohne gesetzliche Auflagen etwa beim Brandschutz einzuhalten, eine Wettbewerbsverzerrung sei. "Airbnb nimmt dadurch auch Wohnraum weg."

Schaden wünscht sich eine landes- oder bundesweite Regelung: "Bei kleineren Einheiten darf man derzeit vermieten, ab sechs Wohnungen im Haus nicht mehr. Das ist ja verrückt."



Quelle: SN

Aufgerufen am 24.09.2018 um 04:54 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/airbnb-zeigt-sich-bereit-fuer-vermietung-steuern-einzuheben-552280

Geplanter Ausbau von Spedition erzürnt Anrainer

Geplanter Ausbau von Spedition erzürnt Anrainer

Die Spedition Weiss will in Schallmoos ausbauen. Die Anrainer protestieren gegen eine geplante, 7,5 Meter hohe Lärmschutzwand, die Asphaltierung eines Biotops und fordern, dass die Firma weicht. Dass in …

"Kein Direktor aus Wien fährt in den Lungau"

"Kein Direktor aus Wien fährt in den Lungau"

Der Umbau der Krankenkassen schlägt Wellen. GKK-Obmann Andreas Huss fürchtet einen Kahlschlag für Salzburger Patienten. Seit der Vorstellung des Gesetzesentwurfs rauchen auch bei der Salzburger …

Schlagzeilen