Politik

Arbeiterkammer: Der Wahlkampf in Salzburg hat begonnen

Der amtierende Präsident startet vor den Augen seines Vorgängers in den Wahlkampf. Die Latte liegt hoch für Peter Eder.

Die Arbeiterkammerwahl in Salzburg rückt näher. Von 28. Jänner 2019 bis 8. Februar 2019 wählen mehr als 250.000 Wahlberechtigte ihre Interessensvertretung. Einen Monat vorher und kurz vor dem Jahreswechsel hat die rote FSG nun ihren Wahlkampf rund um Spitzenkandidat Peter Eder gestartet. Eder ist seit neun Monaten AK-Präsident - seit er als Wunschnachfolger das Amt von Langzeitpräsident Sigi Pichler übernommen hat.

Beim traditionellen Silvesterbrunch im Turmzimmer der AK in der Markus-Sittikus-Straße wurde Freitagmittag der Wahlkampf für Eder und sein Team eingeläutet. Mit dem Slogan "Ein starker Präsident" geht Eder in seine erste Wahl. Auch Altpräsident Sigi Pichler war als Unterstützer dabei. "Ich bin stolz auf euch. Ich hätte nichts anders oder besser machen können in diesem schwierigen Jahr", sagte Pichler. Loszulassen sei ihm vor allem in den ersten drei bis vier Monaten schwer gefallen. Mittlerweile aber sei er "im Pensionistenmodus" angekommen.

Gewerkschafter durch und durch

Das Ergebnis von 2014 zu halten bzw. sogar zu toppen wird schwierig für Peter Eder. Denn die Latte liegt sehr hoch. Sigi Pichler hatte vor fünf Jahren mit 69,5 Prozent für die FSG ein Rekordergebnis eingefahren und fast die 70 Prozent Grenze geknackt.

200.000 Euro wird die FSG laut eigenen Angaben für den Wahlkampf ausgeben. Für die Wahlkampagne vertraut Eder auf die Dienste von Christian Salic. Er managt mit seiner Agentur auch die Kampagne von SPÖ-Vizebürgermeister Bernhard Auinger. Eder sprach am Freitag davon, dass er "das Schwungrad" sein wolle, um die Steine zu brechen für ein soziales Salzburg. Und er übte scharfe Kritik am Kurs der schwarz-blauen Bundesregierung. "Diese Politik wollen wir von diesem Irrweg abbringen."

Kein Antrieb, die SPÖ zu übernehmen

Gerüchten, wonach er als künftiger Mann an der SPÖ-Spitze in Salzburg gelten könnte, erteilte Eder hingegen eine Absage. "Ich bin nicht Spitzenkandidat, um die SPÖ zu übernehmen." Er werde weiter in der Interessensvertretung bleiben.

Eder gilt als gelernter Gewerkschafter. Der zweifache Vater wurde mit 16 bereits Jugendvertrauensrat der Salzubrger Aluminium AG in Lend. Ab 1992 war er ÖGB-Jugendsekretär, anschließend Sekretär der Metallergewerkschaft. Von 2009 bis 2018 war Eder SPÖ-Bürgermeister in Bürmoos.

Sorgenkind Wahlbeteiligung

Für die schwarze FCG/ÖAAB-Fraktion tritt Hans Grünwald (Betriebsrat der Salzburg AG) bei der AK-Wahl an. Die alternativen Grünen und Unabhängigen Gewerkschafter (AUGE) gehen diesmal nicht mit Robert Müllner, sondern mit Klaus Brandhuber (Betriebsratsvorsitzender Diakoniewerk) an der Spitze ins Rennen. Mehr als 250.000 Wahlberechtigte entscheiden bei der AK-Wahl in Salzburg über die Zusammensetzung von 70 Kammerräten. Sorgenkind ist die Wahlbeteiligung. 2014 ging nur jeder Dritte wählen.

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