Politik

Auinger will Bürgermeistersessel zurückerobern

Stadt-SPÖ startet Ende Jänner in den Wahlkampf. Seit Oktober haben Funktionäre 5000 Hausbesuche absolviert.

Bei der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl am 10. März will Bernhard Auinger (rechts) vor Stadtchef Harald Preuner als Nummer eins durchs Ziel gehen und für die SPÖ den Bürgermeistersessel zurückholen.  SN/robert ratzer
Bei der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl am 10. März will Bernhard Auinger (rechts) vor Stadtchef Harald Preuner als Nummer eins durchs Ziel gehen und für die SPÖ den Bürgermeistersessel zurückholen.

Zwei Monate bleiben den Kandidaten in der Landeshauptstadt noch bis zur Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl am 10. März. Die Stadt-SPÖ um Vizebürgermeister Bernhard Auinger wird am 30. Jänner in der TriBühne Lehen offiziell in den Wahlkampf starten. Am Freitag gaben Auinger, Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer, Klubchefin Andrea Brandner und Bezirksparteichef Michael Wanner die Richtung vor. Der Fokus werde auf den Themen Verkehr, Wohnen, Kinderbetreuung und Umwelt liegen.

SPÖ-Funktionäre und Ehrenamtliche hätten von Oktober bis Mitte Dezember 5000 Haushalte in allen Stadtteilen besucht, betonte Auinger. Er selbst wurde bei manchen dieser Besuche von Ex-Bürgermeister Heinz Schaden begleitet. Auch während des Wahlkampfs sollen Hausbesuche mit Unterstützung von Schaden absolviert werden. In persönlichen Gesprächen habe man die Bewohner nach ihren Wünschen und Ideen befragt, sagte Auinger. Die Anregungen und Ideen würden in das Wahlprogramm einfließen.

Wanner gab das Wahlziel aus: "Wir wollen den Bürgermeistersessel zurückerobern und unsere 15 Mandate im Gemeinderat halten."

Bei der Bürgermeisterstichwahl gegen Harald Preuner (ÖVP) im Dezember 2017 hatte Auinger den Bürgermeistersessel um knapp 300 Stimmen verpasst. Die Wahl war durch den Rücktritt von Heinz Schaden infolge des Swap-Prozesses nötig geworden.

Auinger geht erneut von einem Kopf an Kopf Rennen aus. Preuner genieße zwar den Amtsbonus, er selbst habe jedoch im vergangenen Jahr an Bekanntheit gewonnen, meint Auinger. "Bei der letzten Wahl haben mich 50 Prozent noch nicht gekannt, außerdem war ich noch nicht in der Stadtregierung. Wenn ich pro Tag des Jahres nur eine Stimme mehr bekomme, wäre ich vorne."

Die SPÖ werde 200.000 Euro in den Wahlkampf investieren "und keinen Cent mehr", kündigt Wanner an. Man werde keinen Kredit aufnehmen, sondern auf vorhandene Mittel zurückgreifen.

Die Partei wird als "Team Auinger - die Stadt-SPÖ" antreten. Bei der Bürgermeisterwahl im Dezember 2017 ging Auinger mit der Liste "Sozialdemokratische Partei Österreichs - Liste Dr. Heinz Schaden" ins Rennen.

Die Kandidaten stehen seit dem Sommer 2018 fest: Hinter Spitzenkandidat Auinger kandidieren Hagenauer und Brandner, gefolgt von Gemeinderat Wolfgang Gallei und der ehemaligen Landtagsabgeordneten Nicole Solarz. Der jüngste Kandidat ist mit 26 Jahren der SPÖ-Stadtgeschäftsführer und Gemeinderat Vincent Pultar (Platz zehn). Für die Stimmen der türkischstämmigen Wähler soll Tarik Mete auf Platz acht sorgen.

Auinger plädiert unter anderem für fünf neue Eilbuslinien, die Fahrgäste aus den Umlandgemeinden ins Zentrum bringen sollen. Wünschenswert wäre außerdem eine neue Tangentiallinie von Salzburg-Süd nach Liefering. Das Radwegenetz gehöre ausgebaut. Außerdem möchte Auinger weitere stadteigene Krabbelgruppen eröffnen. Das Ziel müsse gleichzeitig sein, die Elternbeiträge in privaten Krabbelgruppen zu senken.

Durch den Beschluss der neuen Vergaberichtlinien könnten geförderte Wohnungen künftig fair und transparent vergeben werden, meinte Hagenauer. Sie werde nun in einem weiteren Schritt an die Eigentümervertreter von Stadt und Land herantreten, um auch die Wohnungen in den Einflussbereich der Stadt zu bekommen, die derzeit ohne klare Richtlinien von der gswb vergeben würden. Außerdem kündigte Hagenauer für März eine Umfrage unter den Bewohnern der stadteigenen Wohnungen an. Im Zentrum soll die Wohnzufriedenheit stehen. Außerdem möchte sie im Herbst einen Modellversuch zur ambulanten Betreuung von Senioren in ihren eigenen vier Wänden durch Mitarbeiter der städtischen Seniorenwohnhäuser starten. Das bringe Abwechslung in den Arbeitsalltag der Pflegekräfte und helfe den Menschen im Stadtteil. Wo das Pilotprojekt starten wird, steht noch nicht fest.

Quelle: SN

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