Politik

Bad Gastein: Notsanierung der Häuser verzögert sich noch

Der Schutz der Gebäude vor Kälte und Nässe ist wegen der Schneedecke auf dem Dach noch nicht möglich. Die Arbeiten sollen aber noch vor dem Winter erledigt werden.

Nach dem Kauf von drei Gebäuden aus der Belle Epoque im Zentrum des Kurortes Bad Gastein durch das Land Salzburg verzögern sich die dringend notwendigen Maßnahmen, die vor dem Winter noch durchgeführt werden sollen. Wegen des Schneefalls können derzeit die Arbeiten an Dächern und Außenfassaden nicht vorgenommen werden, mit denen die Gebäude vor eindringender Nässe geschützt werden sollen.

Das Land Salzburg hat über den Salzburger Wachstumsfonds die drei seit rund 20 Jahren leer stehenden Gebäude um rund sechs Millionen Euro übernommen. Nach der Sanierung sollen die denkmalgeschützten Häuser an Investoren verkauft und touristisch genutzt werden. Es handelt sich um das Hotel Straubinger, das ehemalige Postgebäude und das Badeschloss. Wegen der schlechten Bausubstanz besteht jedoch die Gefahr, dass die drei Häuser durch Eintritt von Wasser oder Schnee noch mehr geschädigt werden.

Da aber rund 20 Zentimeter Schnee auf dem Dach liegen, können die Sanierungsarbeiten vorerst nicht erledigt werden. Sie sollen aber auf jeden Fall noch vor dem Winter durchgeführt werden, hieß es seitens des Landes.

Der Projektpartner des Landes, Erhard Grossnigg, sieht die drei Liegenschaften nur als Teil eines Gesamtprojektes für das Zentrum von Bad Gastein. Für die Familienprivatstiftung Hans Peter Haselsteiner hatte er bereits auf der anderen Seite des Wasserfalls das Haus Sponfeldner erworben. Außerdem möchte er auch das Kongresshaus und das Haus Austria, die beide noch dem Wiener Immobilienerben Philippe Duval gehören, einbinden, berichteten die "Salzburger Nachrichten" am vergangenen Freitag.

Teil der Pläne ist außerdem eine bessere Verbindung zwischen dem Ortszentrum und den touristischen Einrichtungen wie Felsentherme, Bahnhof und Stubnerkogel-Talstation, also dem Skigebiet. Die Kosten für die gesamten Maßnahmen bezifferte Grossnigg mit mindestens 100 Millionen Euro. Innerhalb von zwei Jahren sollen Investoren gefunden werden.

Quelle: APA

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