Politik

Bahnhofsviertel bekommt ein weiteres Hochhaus

Der Gestaltungsbeirat hat am Mittwoch grünes Licht für das Projekt "The Tree" hinter dem Cineplexx-Kino am Bahnhof gegeben. Es soll 48 Meter hoch werden. Die Nutzung ist aber noch offen.

Nun scheint es fix: Das Hochhaus-Projekt "The Tree" in der Fanny-von-Lehnert-Straße 4, hinter der alten Anker-Brotfabrik, dürfte gebaut werden. Denn der Gestaltungsbeirat hat sich am Dienstag und Mittwoch grundsätzlich für das Projekt ausgesprochen. Es ist "als letzter Baustein" des Filmforums am Bahnhof angedacht und werde erst im übernächsten Beirat im Jänner wieder aufgegriffen, betonte Beiratsvorsitzender Walter Angonese. Laut Planungsstadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste) wäre im Herbst 2017 ein Baustart möglich. Der Eigentümer, der niederösterreichische Immobilienentwickler Andreas Heigl, dem der Bauplatz ebenso wie das Cineplexx gehört, hatte gegenüber den SN im Frühjahr 4,5 Millionen Euro als mögliche Höhe der Investition genannt.

Das Projekt "The Tree" soll eine absolute Höhe von 48 Metern erreichen und sich damit an den umliegenden Bauten rund um die Zyla-Türmen orientieren. Die Stadt sei auch deswegen an dem Bau interessiert, um die derzeit dort befindlichen Fluchtstiegen am Hinterausgang des Cineplexx-Baus zu kaschieren, betonte Padutsch.

Der untere Gebäudeteil wird der Öffentlichkeit zugänglich sein, im oberen Bereich werden Wohnungen gebaut. Im Erdgeschoss ist ein "Café der Kulturen" geplant. Zusätzlich soll das Haus auch noch einen Raum als "Treffpunkt ohne Konsumzwang" beherbergen, betonte Padutsch. Das oberste Geschoss könnte als verglaste Penthousewohnung des Bauherren gestaltet werden.

Weitere Projekte, die im Gestaltungsbeirat besprochen wurdeEBS Wohnen

Mit Hilfe eines Gutachter-Verfahrens will der Beirat die städtebaulichen Rahmenbedingungen für die Neubebauung der Areals Fanny-von-Lehnert-Straße 21- 23 und dem angeschlossenen ÖBB-Grundstück (Kantine) an der Lokalbahn klären. Die alte Hauszeile wird abgerissen, eine sanfte Aussiedelung der Bewohner ist im Laufen, derzeit sind noch 25 Prozent des jetzigen Gebäudes bewohnt. Der Neubau dürfte großteils wie die derzeitigen Häuser fünf Geschoße haben. Padutsch: "Wenn es einen Hochpunkt gibt, dann wird dieser in Bahnnähe entstehen." Im Erdgeschoss wird ein Teil der öffentlichen Nützung freigegeben, möglicherweise für ein "Betreutes Wohnen" des Diakoniewerkes.

Rauchmühle

Der Baubeginn der Rauchmühle Salzburg in der Guggenmoosstraße in Lehen ist 2017 möglich. Bei der aktuellen Sitzung begutachtete der Beirat erstmals die vom norwegischen Büro Helen & Hard vorgeschlagene Gestaltung der Fassaden. Die acht Neubauten rund um die denkmalgeschützte, alte Mühle werden 240 Wohnungen beherbergen; die Hälfte davon sollen geförderte Mietwhnungen werden. In den Bestandsbauten sind Kleinateliers, Proberäume für die freie Kulturszene und andere Kreativangebote vorgesehen.

Caritas-Zentrale

Die Pläne für die neue Caritaszentrale, dessen Grundeigentümer die Pfarrgemeinde Salzburg-Herrnau ist, werden noch überarbeitet. Ein wichtiger Punkt ist bereits abgeklärt, der neue Gebäudekomplex wird 2,70 Meter von der Klostermauer abgerückt sein.

Kinder-und Jugendpsychiatrie

Fix ist seit kurzem auch, nach welchen Plänen der Bettentrakt und die Ambulanz der Kinder-und Jugendpsychiatrie in der Christian-Doppler-Klinik neu gebaut werden: Den Wettbewerb hat eine Arbeitsgemeinschaft aus den Linzer Architekturbüros Kleboth Lindinger Dollnig sowie Kaufmann & Partner gewonnen. Der Neubau ist neben dem Fußballfeld platziert und wird Pavillons mit Innenhöfen ähneln. Ein Baustart ist eventuell im nächsten Jahr möglich.

Ehemaliges Asfinag-Gelände

Das Wettbewerbsverfahren für das Entwicklungsprojekt des ehemaligen Asfinag-Geländes in Liefering startet im Herbst. Der zweistufige Wettbewerb (zunächst städtebaulich, dann architektonisch) soll bis Februar 2017 beendet sein. Die Eigentümer, eine Arbeitsgemeinschaft unter Führung der Walser Hillebrand-Gruppe will einen Teil des Geländes für Mischnutzung (Wohnen, Gewerbe, Startups) nutzen, auf der anderen Hälfte soll die Busremise der Salzburg AG errichtet werden. Der vorläufige Baubeginn ist für 2018 vorgesehen.

Quelle: SN

Aufgerufen am 20.09.2018 um 12:53 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/bahnhofsviertel-bekommt-ein-weiteres-hochhaus-1063441

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