Politik

Bebauung in Saalfelden ist umstritten

In Saalfelden sollen fünf Kilometer vom Zentrum 1,9 Hektar Bauland ausgewiesen werden.
Die Grünen sprechen von einer "Husch-Pfusch-Aktion", um die neue Raumordnung zu umgehen.

Auf der Wiese neben den bestehenden Häusern sollen weitere Wohnbauten entstehen. SN/anton kaindl
Auf der Wiese neben den bestehenden Häusern sollen weitere Wohnbauten entstehen.

In der Gemeindevertretung von Saalfelden steht am Montag die Änderung des Flächenwidmungsplans im Bereich Bsuch-Süd auf dem Programm. 1,9 Hektar Grünland sollen in dem Ortsteil in Bauland umgewidmet werden. Dort gibt es Pläne für Wohnbauten.

Die Saalfeldner Grünen, die das Projekt seit Jahren kritisieren, sprechen von einer "Husch-Pfusch-Aktion", um das neue, strengere Raumordnungsgesetz zu umgehen, das ab 2018 gilt. Deshalb sollen die Umwidmung und der Bebauungsplan noch in diesem Jahr abgehandelt werden. "Aber an der Sachlage hat sich nichts geändert", sagt Stadtrat Ferdinand Salzmann (Grüne). "Bsuch ist fünf Kilometer vom Zentrum entfernt. Es gibt dort kein Geschäft, keinen Kindergarten, keine Schule, zu wenig öffentlichen Verkehr und kaum Arbeitsplätze. Fast jeder Weg muss mit dem Auto gemacht werden." Zudem sei auch die Trinkwasserversorgung nicht gesichert. Und es gibt dort eine Altlastenverdachtsfläche. Die Entsorgung der ehemaligen Müllhalde würde eine Million Euro kosten. Sie wurde deshalb von der Umwidmung ausgenommen. Jetzt soll auf der Fläche ein Spielplatz entstehen.

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