Beim UKH erwächst eine große städtebauliche Chance

Mit dem geplanten Umzug des Krankenhauses ist die Stadtplanung gefordert.

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Standpunkt Hermann Fröschl

Das wichtigste Ergebnis des Wiener Gerangels um die AUVA aus Salzburger Sicht ist: Das Unfallkrankenhaus bleibt erhalten. Und es bleibt bei den Plänen, das UKH bis zum Jahr 2025 ins Areal der SALK zu übersiedeln. Damit ist neben dem Eigentümer, der AUVA, auch die Stadtpolitik gefordert. Jene Stadtpolitik, der man ja vorwirft, zu einer koordinierten und langfristigen Stadtplanung nicht fähig zu sein.

Das UKH-Areal ist zentral gelegen, von größter Bedeutung für das Stadtbild - und höchst sensibel, wie die jahrelangen Auseinandersetzungen um die benachbarten Wohnbaupläne am Rehrlplatz zeigen.

Jetzt eröffnet sich die Gelegenheit, diesen besonderen Blickpunkt der Stadt städtebaulich noch größer, umfassender und durchdachter zu denken. Natürlich kann die Politik der AUVA nicht vorschreiben, wie sie das Areal künftig nutzen will. Sie kann aber gestaltend mitwirken, ihre Sicht einbringen, Widmungen regeln, Ideen liefern. Zumal noch ein paar Jahre Zeit für die Entwicklung bleiben.

Im Herzen der Stadt bietet sich so schnell nicht wieder eine solche städtebauliche Chance. Sie taten- oder mutlos verstreichen zu lassen wäre ein Armutszeugnis für die Politik.

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