Politik

Besucherrekord im Nationalpark Hohe Tauern

Noch nie haben so viele Menschen den Nationalpark Hohe Tauern besucht wie im vergangenen Jahr.

LH-Stv Astrid Rössler im Nationalpark.  SN/lmz
LH-Stv Astrid Rössler im Nationalpark.

Das geht aus dem jährlichen Bericht der Nationalparkverwaltung, den Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler und Nationalpark-Direktor Wolfgang Urban den Entscheidungsgremien Beirat und Kuratorium in den nächsten Tagen vorlegen werden. In der Folge wird mit diesem Bericht auch der Landesregierung und dem Salzburger Landtag Rechenschaft über die Aktivitäten im Nationalpark abgelegt.

Eine Zahl sticht hervor: "Erstmalig konnten im Nationalpark Hohe Tauern Salzburg mehr als drei Millionen Besucherinnen und Besucher gezählt werden, ganz genau sind es 3.029.789", sagt Rössler. Bei allen Nationalpark-Ausstellungen und an den wichtigsten Zugängen zum Nationalpark, also an den Talwegen kurz nach Übertreten der Schutzgebietsgrenze, sind seit einigen Jahren Zählsysteme installiert, welche mit vernachlässigbaren Unsicherheiten sehr präzise Auskunft geben können.

Für Nationalpark-Direktor Wolfgang Urban ist nicht nur das Erreichen der drei Millionen ein Erfolg, sondern "es passt auch das Verhältnis zwischen Indoor- und Outdoorbesuchern mit etwa 12 Prozent zu 88 Prozent, sowie zwischen den 'fahrenden' entlang der Großglockner Hochalpenstraße zu den 'wandernden' Gästen in den Nationalparktälern mit etwa 33 Prozent zu 67 Prozent". Die drei Millionen Besucher ergeben sich gerundet aus 370.000 Gästen indoor in Erlebnis- und Themenausstellungen (davon 100.000 im Nationalparkzentrum in Mittersill) und 2.650.000 Gästen outdoor an Lehr- und Themenwegen und in den Tälern des Nationalparks ab Außenzone (davon 870.000 entlang der Großglockner Hochalpenstraße).

In den vergangenen zehn Jahren wurden rund 14 Millionen Euro, etwa die Hälfte aus EU Geldern, in Ausstellungen in der gesamten Nationalparkregion sowie in Infostellen und Themenwege im Schutzgebiet selbst investiert.

"Einem möglichst großen Kreis an Menschen ein eindrucksvolles Naturerlebnis zu ermöglichen", dieses im Salzburger Nationalparkgesetz formulierte Ziel sei umgesetzt, sagen Rössler und Urban. Die Nationalparkverwaltung werde dennoch Neuerungen im Juni präsentieren.

Zuletzt gab es etwa Diskussionen über die Wegefreiheit im Nationalpark. Wie die SN mehrfach berichteten, stand ein Entwurf zur Verordnung einer Sonderschutzzone (Wildnisgebiet Sulzbachtäler) im Nationalpark Hohe Tauern schwer in der Kritik. Laut diesem Entwurf wären nämlich nur "die herkömmlichen Formen des Wanderns und Bergsteigens auf den hierfür bestehenden, markierten bzw. ausgewiesenen Wegen und Steigen sowie die Ausübung des Tourenskilaufes" vom Verbot ausgenommen - und damit Wandern und Bergsteigen abseits der Pfade verboten gewesen. Der Weg über die Nordroute zum Großvenediger hätte eine Verwaltungsstrafe zur Folge gehabt. Bei einem runden Tisch mit Vertreten der alpinen Vereinen und der Nationalparkverwaltung konnten die bestehenden Irritationen ausgeräumt werden.

(SN)

Aufgerufen am 23.11.2017 um 12:37 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/besucherrekord-im-nationalpark-hohe-tauern-67639

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