Politik

Bürgermeister wollen Busspur von Elixhausen bis Kothäusl

14 Flachgauer Gemeinden fordern die Mitsprache bei einer Verkehrslösung ein - und zwar ab sofort.

Bürgermeister wollen Busspur von Elixhausen bis Kothäusl SN/georg fink
Die Bürgermeister Markus Kurcz (Elixhausen), Rene Kuel (Mattsee) und Wolfgang Wagner (Köstendorf) wollen, dass sie auch vom Land in die Planung künftiger Öffi-Ausbauten integriert werden.

Die Stadt Salzburg hat eine bessere Busverbindung ("Musterkorridor") nach Mattsee angekündigt. Auch über einen Ausbau des Obus-Netzes bis Elixhausen wurde laut nachgedacht.

Das hat die Flachgauer Bürgermeister alarmiert: Denn von beiden Plänen hätten sie nur über die Medien erfahren, kritisiert der Mattseer Bgm. Rene Kuel (ÖVP). Er ist Obmann des Gemeindeverbands Flachgautakt II. Kuel fordert mit seinen Bürgermeisterkollegen ein Mitspracherecht: "Denn unser Verband umfasst 14 Gemeinden mit 65.000 Einwohnern." Außerdem löse eine Obus-Verbindung die Verkehrsprobleme im Flachgau nicht. Das betont sogar der Elixhausener Bgm. Markus Kurcz (ÖVP), dessen Gemeinde am ehesten von so einer Maßnahme profitieren würde.

Die Ortschefs betonen, dass sie ihre Hausaufgaben gemacht hätten. Denn dem Land seien ihre Vorschläge zur Lösung der Stauprobleme im Flachgau schon lange bekannt. Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch nannten sie prompt vier Punkte, die schnell umsetzbar wären.

Dringlichster Punkt für den Gemeindeverband ist der Bau einer Busspur von Elixhausen bis nach Kothäusl. "Dazu wurden auch bereits Grundstücke abgelöst", sagt Kuel. Denn wenn der Bus mit 80 km/h an den stauenden Autos vorbeifahren könne, sei er pünktlich und steigere die Lust aufs Umsteigen.

Zweite Forderung ist die Einführung von Eilbussen, die über die Autobahn fahren. Weiters sollen die Regionalbusse auch an den Obus-Stationen in der Stadt Salzburg halten dürfen. Derzeit scheitere das aber an der Salzburg AG, die die Konzession dafür halte. Dritte Forderung ist eine Verbesserung der Bustakte: Sie sollen werktags durchgängig alle 30 Minuten und den Stoßzeiten sogar alle 15 Minuten fahren.

Vierter Wunsch sind attraktive Öffi-Preise - vor allem beim Einzelticket. Kuel: "Derzeit kostet eine Fahrt von Mattsee nach Salzburg hin und retour 11,40 Euro. Wenn man da noch ein Obus-Ticket dazunimmt, ist man auf 15 Euro, für zwei Personen sind es also 30 Euro." Damit sei man keinesfalls konkurrenzfähig zum Auto.

Verkehrslandesrat Hans Mayr (SBG) betont, dass er einfach nicht daran gedacht habe, auch die Chefs der beiden Gemeindeverbände Flachgautakt I und II einzuladen. "Beim nächsten Treffen sind sie fix dabei." Am Bau der genannten Busspur sei er schon länger dran, sagt Mayr: "Es ist bisher aber an einem Grundbesitzer gescheitert." Erstes Ziel sei, eine Verlängerung bis zur HLFS Ursprung zu erreichen. In puncto Konzession macht Mayr Druck auf die Salzburg AG: "Ich erwarte hier eine Haltung, die im Sinne der Bürger ist." Zuständig für die Konzessions-Vergabe ist das Land. Wäre also nicht ein Eingriff von oben möglich? Mayr: "Lassen Sie mir ein bisschen Zeit."

Ein weiteres Thema, um das sich Mayr derzeit kümmert, ist das geplante Senioren-Jahresticket. Gerüchte, wonach es nicht 365 sondern 395 Euro kosten solle, zerstreut er: "Mein Ziel sind 299 Euro. Ich erwarte mir von ÖBB, Salzburg AG und Albus, dass das funktioniert." Denn laut einer Studie lasse sich das Ticket mit so einem Preis sehr gut verkaufen. "Wenn wir 8000 Stück verkaufen, trägt es sich von selbst." Diese Zahl sei binnen zwei Jahren erreichbar, glaubt er. Die Einführung des Tickets will Mayr aber von 1. Juli auf Mitte Dezember 2017 verschieben.



Aufgerufen am 21.09.2018 um 08:12 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/buergermeister-wollen-busspur-von-elixhausen-bis-kothaeusl-839263

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