Politik

Claudia Schmidt: "Ich bin und bleibe ein politischer Mensch"

Die Salzburger EU-Parlamentarierin ist enttäuscht darüber, dass Staatssekretärin Karoline Edtstadler bevorzugt wurde.

Claudia Schmidt muss ihren Sitz m EU-Parlament räumen. SN/lahousse, evp
Claudia Schmidt muss ihren Sitz m EU-Parlament räumen.

"Für mich beginnt ab Juni ein neuer Lebensabschnitt", teilte die Salzburger EU-Parlamentarierin Claudia Schmidt am Samstag mit. Zuvor war bekannt geworden, dass Karoline Edtstadler für die ÖVP bei der Wahl im Mai kandidieren wird - und Schmidts EU-Karriere damit nach fünf Jahren endet.

Mit "großer Trauer" habe sie die Entscheidung aufgefasst. "Ich wäre gerne noch geblieben. Aber das ist Politik. Es war von Anfang an klar, dass Sebastian Kurz das entscheiden wird", sagt Schmidt. Zu ihren künftigen Ambitionen will sich Schmidt nicht in die Karten blicken lassen. "Ich möchte zum jetzigen Zeitpunkt nicht darüber reden", sagt sie.

Auf die Frage, ob sie weiter in der Politik tätig bleiben wolle, weicht die 55-Jährige aus: "Ich bin und bleibe ein politischer Mensch." Eine Rückkehr in die Stadtpolitik - dort war sie vor ihrem Wechsel ins EU-Parlament 15 Jahre lang aktiv - sei aber "momentan überhaupt kein Thema". Das Team der ÖVP sei im Gemeinderatswahlkampf auch ohne sie gut aufgestellt.

Schmidt war für die Volkspartei ab 1999 Abgeordnete im Salzburger Gemeinderat, ab 2004 als Klubobfrau. Nach der Wahl 2009 wurde Schmidt Baustadträtin, ehe sie 2014 nach Brüssel bzw. Straßburg wechselte. Zuletzt kam Schmidt mit einem Facebook-Posting zur Migration aus Afrika auch in den eigenen Reihen in die Kritik, in dem sie unter anderem über "Gewaltbereitschaft und das hohe Aggressionspotential dieser Kulturen" schrieb.

Quelle: SN

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