Es hat fünf Interessenten gegeben, drei sind zum Zug gekommen. Ein Großteil der Coronaimpfungen soll aber weiterhin über die Hausärzte erfolgen.

Das Rote Kreuz zieht sich als Betreiber der Impfstraßen zurück. Zunächst waren erfolglos Nachfolger gesucht worden. Beim zweiten Versuch fand man nun unter fünf Bewerbern zwei Ärzte aus Salzburg und einen bayerischen Betrieb, die sich insgesamt 18 Impfstandorte in Salzburg für die nächsten vier Jahre aufteilen werden. Gesundheitsreferent Christian Stöckl (ÖVP) betonte am Freitag, dass man beim Impfen weiterhin zu rund 70 Prozent auf die niederlassenen Ärzte setzen werde. Derzeit stünden rund 200 Impfordinationen zur Verfügung. "Wenn wir aber eine große Masse von Menschen rasch impfen müssen, werden wir zusätzlich die Impfstraßen benötigen."
Thomas Danninger, Anästhesist an den Salzburger Landeskliniken, hat schon bisher mit einer GmbH eine Teststraße im Messezentrum betrieben, wie Stöckl sagt. Er sei organisatorisch gut aufgestellt und werde im Zentralraum, also in der Stadt und im Flachgau, nicht nur Impfstraßen betreiben. In den Aufgabenbereich fallen auch mobile Impfteams (vor allem für gehbehinderte und pflegebedürftige Menschen zu Hause) und mobile Impfstraßen, um regional tage- und wochenweise einspringen zu können. Die gleichen Dienste wird eine Bietergemeinschaft um den Hausarzt Fidelius Krammel aus Zell am See für den Pinzgau und Pongau übernehmen.
Für ganz Salzburg hat sich die Vitolus Impf GmbH aus München beworben, sie kommt vorerst aber nur im Tennengau und Lungau zum Zug. Sollte es zusätzlichen Bedarf in anderen Salzburger Bezirken geben, stünden die Bayern ergänzend ebenfalls bereit, erklärt Stöckl. Die Vitolus Impf GmbH betreibt in Deutschland Impf- und Teststraßen.
3 bis 14 Tage Zeit für den Aufbau
Ab Aktivierung durch die Landessanitätsdirektion in Absprache mit dem Land Salzburg hätten die Betreiber je nach Los zwischen 3 und 14 Tage Zeit, die benötigte Infrastruktur für die Coronaimpfungen aufzubauen. "Die bestehenden Impfstraßen werden übernommen und neue Standorte im Bedarfsfall vom Land koordiniert", hieß es von Impfkoordinator Rainer Pusch.
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