Politik

Das sagen Weggefährten über die Favoriten

Beide, Auinger wie Preuner, gelten in ihrem Umfeld als verlässlich. Der "Harry" ist wie schätzungsweise nur ein Dutzend anderer mit Ober Wolfgang im Bazar per Du. Dem "Bernhard" bescheinigen Bergspezln den "Zug zur Spitze".

Am Sonntag entscheiden die Wählerinnen und Wähler, wer in den kommenden 15 Monaten als Salzburger Stadtoberhaupt das Sagen haben wird. Die "Stadt Nachrichten" haben im Umkreis der beiden Kandidaten nachgefragt, welche Typen da gegeneinander in den Ring steigen.

Verlässlichkeit ist der Charakterzug, den Preuners Freunde am häufigsten an ihm festmachen. "Wenn ich ihn um zwei Uhr nachts von irgendwo anrufe, kommt er und holt mich ab", sagt Monika Haubner, deren Trauzeuge Preuner ist. Sie und ihr Mann, der Stadtbaumeister, sind langjährige Freunde, die mit dem Ehepaar Preuner jedes Jahr auf Urlaub fahren: Ein ideales Vierer-Gespann sei das, sagt Haubner. Preuner wirke zunächst zwar introvertiert, man könne mit ihm jedoch viel Spaß haben, bestätigen Freunde unisono. Franz Zaman, Chef der Fahrschule Zebra und damit ein Branchenkollege, bestätigt ihm Handschlagqualität: "Er ist ein loyaler und geradliniger Typ mit Rückgrat, was in dieser Branche nicht für alle gilt." Der Wettlauf um das Bürgermeisteramt habe Preuner nicht wirklich verändert. "Der Harry ist der Harry", sagt Zaman. Mit Erich Egger, Vorstand der Schmittenhöhebahn AG, verbinden ihn die gemeinsamen Hobbys Skifahren und Segeln. Er schätze ihn für sein Interesse, was gesellschaftliche Entwicklungen angehe, sagt Egger. Den "Bürgermeister" traue er ihm zu: "Er sucht Lösungen durch Gespräche. Gerade in der jetzigen Phase, nach den vielen Querelen, ist er der Richtige."

Fast täglich über den Weg läuft Preuner seinem ehemaligen Schulkameraden Ronny Tiefgraber. Der ist Obmann des Polizeisportvereins Salzburg Judo und betreibt mehrere Würstelstände - inklusive des Bosnastandls im Andräviertel. Spaziert Preuner in der Früh Richtung Schloss Mirabell, stoppe er oft für ein paar Minuten: "Dann ratschen wir. Lust auf ein Würstel hat er um die Uhrzeit nicht." Da steht ihm der Sinn eher nach Kaffee - am liebsten Hauskaffee im Bazar. In dem Traditionscafé tritt er unkapriziös auf. "Er besteht nicht auf einen fixen Tisch, sondern nimmt den, der gerade frei ist", erzählt Ober Wolfgang. Und, ja es stimmt: Preuner gehört zu den wenigen, die mit dem Respekt einflößenden Ober auf Du und Du sind.

Auinger: Familienmensch

und Teamplayer am Berg

"Enorm sportlich und ein absoluter Familienmensch", so charakterisiert Bernhard Auingers Umfeld den SPÖ-Kandidaten. So hat beispielsweise Gerhard Brandauer, Mitarbeiter im Bürgermeisterbüro, durch ihn wieder Gefallen an den Bergen gefunden. "Ich bin in einer Bergsteigerfamilie aufgewachsen, bin aber in den vergangenen 15 Jahren kaum noch irgendwo hinauf. Durch Bernhard habe ich die Berge wiederentdeckt", sagt Brandauer. Er ist mit Johanna Schnellinger, SPÖ-Gemeinderätin, Teil einer kleinen Truppe, die mit Auinger die Bergleidenschaft teilt. Der Zug zum Gipfel, zur Spitze, der ziehe sich beim SPÖ-Kandidaten durch. "Wir haben zusammen viel zu lachen, sein Ehrgeiz ist aber auch klar erkennbar. Heuer hat er sich zum Ziel gesetzt, Dreitausender zu bewältigen, das hat er erreicht", so Brandauer. "Unser berufliches Verhältnis ist so gut, dass wir auch privat Zeit miteinander verbringen. Das Bergsteigen verbindet uns, auch mit seiner Frau und den beiden Töchtern", erzählt Schnellinger und bescheinigt Auinger enorme Kondition und Ausdauer. "Er ist ein wirklich verlässlicher Mensch und Bergkamerad, das zählt im Hochgebirge. Da ist es unumgänglich, aufeinander zu schauen. Ehrgeiz ja, aber nur gemeinsam kann es gelingen, das Ziel zu erreichen."

Mit derselben Leidenschaft, wie der SPÖ-Kandidat nun Gipfel erklimmt, hat er früher Eishockey gespielt, wie Gemeinderatskollege Michael Wanner weiß. "Heute fehlt ihm die Zeit dazu, denn er ist ja auch ein großer Pferdefan, eine Leidenschaft, die er mit seiner Familie teilt." Zusammen gehen die beiden ab und an auf ein Glaserl. "Bernhard mag Rotwein, seine Vorliebe gilt dem ,Big John' vom Scheiblhofer."

Aufgerufen am 20.10.2018 um 11:25 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/das-sagen-weggefaehrten-ueber-die-favoriten-21407440

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