Politik

Der Vorplatz des Bahnhofs wird neu gestaltet

ÖBB und Stadt wollen dem Südtirolerplatz 2017 eine Frischzellenkur verpassen.

Der Vorplatz des Bahnhofs wird neu gestaltet SN/veigl
Baustadträtin Barbara Unterkofler und Christian Höss, neuer ÖBB-Infrastrukturchef für Salzburg.

Von März bis Mai 2017 will die Stadt den Südtiroler Platz runderneuern. Jetzt werden die Gewerke ausgeschrieben - schon zum zweiten Mal, wie Baustadträtin Barbara Unterkofler (Neos) sagt: "Erstmals haben wir im April ausgeschrieben. Es sind aber keine Angebote eingegangen, weil die Baufirmen die Auftragsbücher voll hatten." Folgende Dinge werden umgesetzt:

Kiss-&-Ride-Zone: Pkw-Lenker, die ihre Angehörigen zum Bahnhof bringen bzw. von dort abholen wollen, haben dafür künftig nur fünf Parkplätze zur Verfügung. Diese werden direkt an der bestehenden Überdachung vor dem Forum 1 situiert. Dafür soll die Überdachung vorn Richtung Bahnhofsgebäude verlängert und hinten gekürzt werden. Neu ist, dass die Einfahrt zu dieser Zone mit einem Schranken gesichert wird. Unterkofler: "Das soll funktionieren wie am Flughafen. Zehn Minuten steht man gratis, ab der elften Minute muss man zahlen."

Schranken für die Taxis: Derzeit stehen die Taxis in zwei Spuren direkt an der Überdachung - im Schnitt 22 Fahrzeuge. Künftig sollen die Taxler wieder zwei Spuren bekommen, aber direkt parallel zum Forum 1. Neu ist, dass die Einfahrt zu den beiden Spuren auch mit einem Schranken gesichert wird - und dass es nur mehr 16 Stellplätze sind.

Radabstellplätze: In Summe soll es nach der Umgestaltung am Platz knapp 600 Fahrradabstellplätze geben. Der Großteil davon solle überdacht sein, heißt es. Auch die neuen, versperrbaren Radboxen vor dem Hotel Europa sollen bleiben - sowie die Radbügel am Beginn der Rainerstraße. Unterkofler: "Auch die Radständer vor Forum 1 und 2 bleiben, werden aber nachverdichtet."

Sitzgelegenheiten: Die bestehenden Holzbänke am Platz werden entfernt. Unterkofler: "Dafür kommen Sitzsteine hin - so wie am Platzl und in der Griesgasse." Damit soll weiterhin das Sitzen ermöglicht, aber das Liegen verunmöglicht werden. Dass dadurch aber das Obdachlosenproblem am Südtiroler Platz gelöst werde, glaubt die Baustadträtin nicht: "Wichtiger wäre, sich Gedanken zu machen, wie man diese Leute beschäftigt."

Erneuerter Brunnen: Der Brunnen in der Platzmitte wird eben gemacht und erneuert - nach dem Vorbild am Platzl. Es kommen Düsen in den Boden hinein, die unterschiedlich hohe Wassersäulen in die Höhe spritzen. Außerdem werden einige Sitzsteine aus der Brunnenmitte außen um den Brunnen platziert.

Die Umgestaltung soll 753.000 Euro kosten. "5o Prozent werden wir als Grundstückseigentümer übernehmen", sagt Christian Höss, der neue ÖBB-Infrastruktur-Chef für Salzburg. "Wir wollen, dass sich die Bahnkunden auch auf dem Vorplatz wohlfühlen." Die Schrankenregelung verteidigt er: Denn durch die Vergabe an einen Parkflächen-Betreiber entstünden auch Kosten für die ÖBB. "Das wird wohl gerade eine schwarze Null für uns."

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