Politik

Die KPÖ will in Salzburg in den Gemeinderat einziehen

2,1 Prozent erreichten die Kommunisten vor fünf Jahren. Nun treten sie wieder zur Wahl an und sehen eine realistische Chance, dass der Einzug in den Gemeinderat der Stadt Salzburg am 10. März klappen könnte.

Die Spitzenkandidaten der KPÖ Plus zur Gemeinderatswahl in der Stadt Salzburg: Sabine Helmberger, Kay-Michael Dankl und Josef Enzendorfer. SN/kpö plus
Die Spitzenkandidaten der KPÖ Plus zur Gemeinderatswahl in der Stadt Salzburg: Sabine Helmberger, Kay-Michael Dankl und Josef Enzendorfer.

Am 10. März 2019 wird in der Stadt Salzburg ein neuer Gemeinderat gewählt. Auch die Kommunisten treten wieder an. Die KPÖ erreichte 2014 exakt 1126 Stimmen - das waren 2,1 Prozent. Den Einzug in den Gemeinderat verfehlten die Kommunisten damit. Laut eigener Aussage fehlten nur 50 Stimmen auf den Einzug. Die Chancen bei einem neuerlichen Antreten seien daher realistisch, sagt das Spitzenteam rund um Kay-Michael Dankl.

Student, Lehrerin, Urgestein

"Salzburg ist die Stadt zweier Rekorde: Wir haben die höchstbezahlten Stadt-Politiker und die teuersten Mieten. Jahr für Jahr versprechen die regierenden Parteien, für leistbares Wohnen zu sorgen. Aber obwohl SPÖ und Grüne seit Jahrzehnten in der Stadtregierung sind, steigen die Wohnkosten ohne Ende", sagt Dankl. "Damit sich in Salzburg etwas verändert, braucht es eine soziale Opposition. KPÖ Plus will auch nach der Wahl eine verlässliche Stimme für leistbares Wohnen und Soziales sein", sagt der 30-Jährige. Der Jus-Student war zuvor bei den Grünen aktiv. Dankl geht als Listen-Erster und Bürgermeisterkandidat ins Rennen für die KPÖ Plus. Auf Platz zwei folgt die Lehrerin Sabine Helmberger (33), gefolgt vom langjährigen KPÖ-Landessprecher Josef Enzendorfer (63). Die KPÖ sei ein Zusammenschluss vieler Menschen - vom Lagerarbeiter bis zum Uni-Angestellten. Die Kommunisten kritisieren die Abgehobenheit in der Salzburger Politik. In Graz habe die KPÖ gezeigt, dass eine soziale Kraft viel bewegen könne.

100 Euro Jahresticket

Thematisch konzentriert sich die Partei auf die hohen Wohnkosten und die Verkehrssituation in Salzburg. Die KPÖ Plus schlägt ein neues Ticketmodell vor. "Wir stehen für ein 1-10-100-Ticket: Ein Euro am Tag, zehn im Monat und hundert für das ganze Jahr. So werden die Öffis endlich für alle SalzburgerInnen leistbar und attraktiv."

Quelle: SN

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