Politik

"Don Camillo" und "Peppone" treten in Thalgau in Wettstreit

Der verfilmte Wettstreit zwischen dem Pfarrer und dem Bürgermeister im kleinen Brescello in der Po-Ebene lässt grüßen: In Thalgau konkurrieren Dechant Josef Zauner und Bürgermeister Johann Grubinger in Sachen Energiesparen. Der Wettbewerb startete am Freitag.

Der Wettstreit ist eröffnet. Im Bild: Pfarrer Josef Zauner (links) und Bürgermeister Johann Grubinger – in der Mitte LH-Stv. Heinrich Schellhorn.  SN/lmz/franz neumayr
Der Wettstreit ist eröffnet. Im Bild: Pfarrer Josef Zauner (links) und Bürgermeister Johann Grubinger – in der Mitte LH-Stv. Heinrich Schellhorn.

"Man streitet sich, man schlägt sich, aber man bleibt Mensch - und so können hier Dinge passieren, die nirgendwo sonst auf der Welt möglich sind." Das sind die einleitenden Sätze aus dem Spielfilm "Don Camillo und Peppone" (1952), der in der kleinen Gemeinde Brescello in der Po-Ebene spielt. Der Titel ist Namensgeber für den Energiespar-Wettbewerb in Thalgau zwischen dem Pfarrer und dem Bürgermeister. Am Freitag fiel der Startschuss - passend zum Internationalen Tag des Energiesparens.

"Klimaschutz darf auch Spaß machen"

Die Protagonisten sind Bürgermeister Johann Grubinger und Pfarrer Josef Zauner. Sie werden in ihren Gemeinde- und Pfarrgebäuden Energie und somit CO2 und Kosten sparen. Am Ende des einjährigen Messzeitraums wird der Gewinner ermittelt. Als Basis werden die vergangenen drei Jahre erhoben. LH-Stv. Heinrich Schellhorn: "Die Klimakrise ist zwar eine ernste Angelegenheit, aber Klimaschutz darf auch Spaß machen. Bürgermeister Grubinger und Dechant Zauner zeigen vor, dass mit einer kräftigen Portion an Begeisterung, Freude und Humor viel bewegt werden kann und Menschen zum Mitmachen angeregt werden. Ich wünsche, ganz unparteiisch, viel Erfolg! Möge der Bessere in Ressourcenschonung und Energiesparen gewinnen." Das Projekt wird im Rahmen der Klima- und Energiestrategie "Salzburg 2050" mit Unterstützung des Landes durchgeführt.

Für den Bürgermeister ist "Klimaschutz ein Miteinander"

"Als Fan von Don Camillo ist es für mich speziell, als Bürgermeister plötzlich die Rolle des Peppone einzunehmen. Doch fast 70 Jahre später in einer Zeit, in der wir längst von Schwarz-Weiß auf Farbe umgestellt haben, hat sich auch das Bild der zwei Haudegen stark gewandelt. Es ist nun viel mehr ein Miteinander, ein Kampf für die gemeinsame Sache geworden, sei es gesellschaftspolitisch oder klimarelevant. Ich hoffe, dass der Wettbewerb zum Vorbild für alle, Bevölkerung und Gemeinden, wird", sagt Bürgermeister Johann Grubinger.

Für den Dechanten geht es um "Zukunft auf der Erde"

Auch Dechant Josef Zauner kann dem Wettbewerb viel abgewinnen: "Mit Don Camillo und Peppone verbinden die meisten Auseinandersetzung und Streit, die aber nicht ausufern, weil letztlich einer dem anderen gut ist. Das Umweltthema ist aber viel ernster als die zeitweise auch humorvollen Auseinandersetzungen im Film. Es geht für uns heute um die Zukunft des Menschen auf der Erde. Es ist höchste Zeit, dass wir lernen, nachhaltig zu leben: Energiegewinnung ohne fossile Brennstoffe, bestmöglich nutzen und unnötigen Verbrauch einsparen. Da können wir alle etwas tun."

Weniger Strom, weniger Pkw, weniger CO2

Ziel des Wettbewerbs ist es, Bewusstsein für den schonenden Umgang mit Ressourcen zu schaffen. Für das Match zählen Einsparungen in festgelegten Bereichen - wie Stromverbrauch, gefahrene Pkw-Kilometer oder Verringerung von CO2-Emissionen. Punkte sammeln kann man zum Beispiel auch durch effizientes Heizen oder dabei, Abfall zu trennen, zu recyceln und zu vermeiden. Wer prozentuell am meisten einspart, gewinnt. Erreicht werden sollen die Einsparungen einerseits durch Verhaltensänderungen bei der Nutzung der Gebäude und andererseits durch konkrete Maßnahmen. Neue Ideen und Möglichkeiten in Gemeinde und Pfarre werden gemeinsam mit dem Klimabündnis und dem umwelt service salzburg erarbeitet. Geleitet und koordiniert wird das Projekt vom Klimabündnis. Das umwelt service salzburg führt die Erhebungen durch.

Aufgerufen am 16.09.2021 um 06:07 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/don-camillo-und-peppone-treten-in-thalgau-in-wettstreit-100668298

Anwältinnen-Duo eröffnet Kanzlei in Seekirchen

Anwältinnen-Duo eröffnet Kanzlei in Seekirchen

Doris Hawelka und Barbara Piralli haben ihre neue Kanzlei in Seekirchen bezogen. Sie vertreten die Raits Bleiziffer Rechtsanwälte GmbH, die seit über 100 Jahren in Salzburg tätig ist, nun im Flachgau.

Kommentare

Schlagzeilen