Politik

"Entlastung unserer Lenker": Vorübergehend keine Obusse auf Linie 9 unterwegs

Auf der Linie 9 fahren ab 29. Oktober bis mindestens 5. Jänner keine Obusse - außer an den Sonntagen. Auf der 23 Minuten langen Strecke, die im 15-Minuten-Takt bedient wird, sind daher ab kommendem Montag Buslenker und Fahrzeuge der Tochterfirma Albus im Einsatz. Aber nicht wegen fehlender Fahrzeuge, sondern als Entlastungsmaßnahme für die Lenker, betont die Salzburg AG.

Der Reparatur-Rückstau soll bis Mitte Dezember behoben sein: Die Salzburg AG verspricht bis dahin 100 einsatzbereite Obusse. SN/robert ratzer
Der Reparatur-Rückstau soll bis Mitte Dezember behoben sein: Die Salzburg AG verspricht bis dahin 100 einsatzbereite Obusse.

Seit Wochen ist der Obus-Betrieb der Salzburg AG ein politisches Thema. Reparaturbedürftige Busse, fehlende Obuslenker und lange Revisionszeiten sorgten für Ausfälle und Ärger zwischen Politik und Obus-Management. Am Montag schlug die grüne Bürgerliste ein neues Kapitel in der Auseinandersetzung auf und attestierte der Salzburg AG "beispielloses Totalversagen des Managements". Die Partei führte Informationen an, wonach vier weitere Fahrzeuge außer Betrieb seien und nun Dieselbusse auf der Linie 9 zwischen dem Europark und dem Kommunalfriedhof zum Einsatz kommen würden.

"Management by doing"

Die Salzburg AG wies die Anschuldigungen auf das Schärfste zurück. Weder seien Obusse außer Betrieb, noch sei es eine Notmaßnahme. All das sei Teil des jüngst geschnürten Sanierungspakets, sagt Vorstandssprecher Leonhard Schitter. Von 29. Oktober bis jedenfalls 5. Jänner wird Albus mit vier Bussen und neun Fahrern pro Tag aushelfen. Grund seien die zu erwartenden Krankenstände im Herbst und im Winter, die die derzeit prekäre Personalsituation weiter verschärfen dürften. Für die Kunden soll es zu keinen Einschränkungen kommen. "Das ist Management by doing" - und: "Es fahren auch keine Dieselbusse, sondern Biogas-Busse." Albus-Geschäftsführer Hermann Häckl bestätigt das. In der Vorwoche habe es erste Gespräche gegeben, heute Vormittag habe die Salzburg AG den Auftrag endgültig erteilt, sagt Häckl.

"Ein Nebenschauplatz"

Bürgerlisten-Gemeinderat Bernhard Carl hält an der Kritik der Einstellung der Linie 9 dennoch fest. Ob Diesel oder Biogas verbrannt wird, sei für ihn "ein Nebenschauplatz". Die Stadt Salzburg habe zwei Millionen Euro in die Hand genommen, um die Linie 9 zu elektrifizieren. Zudem zahle man jährlich 200.000 Euro an das Management für den Betrieb.

Quelle: SN

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