Politik

Entscheidung ist gefallen: Sperl soll neuer Rektor der medizinischen Privat-Uni in Salzburg werden

Gründungsrektor Herbert Resch geht im Mai. Wolfgang Sperl soll ihm als Rektor nachfolgen. Die bisherige Vizerektorin kommt damit nicht zum Zug.

Für die Neubesetzung des Rektorats der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) ist am Dienstag eine Vorentscheidung gefallen. Der Stiftungsrat folgte der Empfehlung der Findungskommission und erteilte der Universitätsleitung den Auftrag, mit dem Erstgereihten Verhandlungen zu führen.

Es handelt sich um Wolfgang Sperl, Primar der Kinder- und Jugendheilkunde des Salzburger Universitätsklinikums. Damit ist auch klar, dass die bisherige Vizerektorin der PMU und Leiterin der Transfusionsmedizin, Eva Rohde, nicht zum Zug kommt - vorausgesetzt, man wird sich mit Wolfgang Sperl einig.

Die PMU hatte vom künftigen Rektor vorausgesetzt, dass er sich hauptsächlich um diese Funktion kümmern solle. Der bisherige Rektor, Herbert Resch, war erst seit seiner Pensionierung als Primar der Unfallchirurgie hauptberuflich Rektor gewesen. Sperl ist 63 Jahre alt und wird als Primar in zwei Jahren in Pension gehen. Danach könne er sich voll seiner möglichen Tätigkeit als neuer Rektor widmen.

Sperl zeigte sich erfreut, als Erstgereihter aus dem Bewerbungsverfahren hervorgegangen zu sein. "Die PMU hat ein großes Potenzial. Sie können sich hier noch ein Feuerwerk erwarten." Er habe vor, sich als Primar karenzieren zu lassen. "Dazu muss ich noch mit meinem Geschäftsführer Verhandlungen führen: Ich kann ja meine jetzige Tätigkeit nicht von einem Tag auf den anderen bleiben lassen."

So soll sein Kinderspital noch in diesem Jahr ein Expertisezentrum für seltene angeborene Kinderkrankheiten mit bundesweiten Versorgungsauftrag werden.

Es sei bereits mit dem Ersten Oberarzt abgesprochen, dass dieser vorübergehend die Leitung der Kinderklinik übernehme.

Neben der Funktion für die Lehre ist die Aufgabe des Rektors der PMU auch die Sponsorsuche: Die Universität wird zu 93 Prozent aus privaten Mitteln finanziert. Das traut man Sperl offenbar zu: Für die Kinderklinik akquirierte er Drittmittel in der Höhe von sechs Millionen Euro. Zudem hat er mehrere Projekte wie den Aufbau der Sonderkrankenanstalt für Kinderneurorehabilitation (Rekiz) den Neubau des Eltern-Baby-Zentrums und Kinder-Reha Leuwaldhof in St. Veit mitverantwortet.

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