Es könnte aufregender werden als beabsichtigt

Standpunkt

Die Dreier-Koalition aus ÖVP, Grünen und Neos ist seit Mittwoch im Amt. Der Weg dorthin war weder aufregend noch spektakulär. Landeshauptmann Wilfried Haslauer hat sich eine Regierung gezimmert, mit der er ohne Streit und Störaktionen durch die nächsten fünf Jahre kommen möchte. Das ist grundvernünftig und entspricht Haslauers Regierungsstil. Dennoch bleibt die "Wassermelonen"-Koalition ein Wagnis. Die Grünen können zwar auf fünf Jahre Erfahrung auf der Regierungsbank zurückblicken und ja, man kennt und schätzt sich. Aber nach dem Verlust von zwei Regierungssitzen müssen sie sich stärker profilieren, um wahrgenommen zu werden - und das geht nicht ohne Reibung. Das Risiko der Instabilität bringen die Neos mit - eine Partei, die stark auf einzelnen Persönlichkeiten aufgebaut ist. Veränderungen können dort mehr Dynamik auslösen, als einem Koalitionspartner mit Führungsanspruch lieb ist.

Diese Koalition ist für Überraschungen gut. Einen Vorgeschmack darauf gab es bei der Wahl des Zweiten Landtagspräsidenten: Das Mitglied einer Regierungspartei zog es vor, dem Kandidaten der Opposition seine Stimme zu geben.

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