Politik

Fahrradtürme am Bahnhofsvorplatz: Andere Parteien haben wenig Freude

"Schnellschuss" und "Nicht fesch": So kritisieren die Parteien der Stadt Salzburg den Vorschlag von SPÖ-Vizebürgermeister Bernhard Auinger.

Ein solcher Bikesafe-Turm, in dem sich Fahrräder stapeln lassen, schwebt auch der SPÖ für die Stadt Salzburg vor. SN/spö salzburg
Ein solcher Bikesafe-Turm, in dem sich Fahrräder stapeln lassen, schwebt auch der SPÖ für die Stadt Salzburg vor.

Um das Chaos mit den hunderten abgestellten Fahrrädern am Bahnhofsvorplatz zu beseitigen, hat SPÖ-Vizebürgermeister Bernhard Auinger vorgeschlagen, als Alternative zwei 11,4 Meter hohe Radtürme aufzustellen. Die Nutzung soll einen Euro pro Tag und Rad kosten. Allerdings: Die politischen Reaktionen darauf fallen skeptisch bis ablehnend aus. Am freundlichsten ist noch jene von Gemeinderat Bernhard Carl (BL). Er begrüße die Idee grundsätzlich, habe aber Bedenken wegen des Standorts, sagt Carl: "Mitten am Bahnhofsvorplatz ist ein solcher Turm nicht denkbar." Und die Kosten von 250.000 Euro pro Turm (ohne EU-Förderung und Werbung) seien für "nur" 122 Abstellplätze sehr hoch. Von einem "Schnellschuss" Auingers spricht Baustadtrat Lukas Rößlhuber (Neos): "Wenn, dann dürfen die Türme nicht ins Auge stechen. Und sie müssten gratis sein." Dieser Meinung ist auch Bgm. Harald Preuner (ÖVP): "Die derzeitigen Doppelstockständer sind nicht fesch. Aber da muss uns etwas Kreativeres und Schöneres einfallen als zwei Türme."

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