Politik

Finanzskandal: Monika Rathgeber darf Fußfessel ablegen

Die ehemalige Budgetreferatsleiterin des Landes, Monika Rathgeber, darf am 1. Februar ihre Fußfessel nach acht Monaten ablegen.

 SN/APA/BARBARA GINDL

Monika Rathgeber war im Vorjahr in einem ersten Prozess im Salzburger Finanzskandal zu drei Jahren Haft, davon ein Jahr unbedingt, verurteilt worden. Rathgeber hat nun über ihren Bewährungshelfer einen Antrag auf eine Abnahme der Fußfessel beim Gericht in Ried gestellt, der bewilligt wurde.

Rathgeber hatte ihrem rechtskräftigen Urteil zufolge mit teilweise fingierten Schadensmeldungen den Katastrophenfonds des Bundes um rund zwölf Millionen Euro geschädigt, sich aber nicht selbst bereichert. Im Februar des Vorjahres war sie dafür wegen schweren Betruges und Urkundenfälschung zu drei Jahren Haft, einem davon unbedingt, verurteilt worden. Sie trat ihre Haftstrafe am 1. Juni mit einer elektronischen Fußfessel an und wird nun nach Verbüßen von zwei Drittel der Strafe entlassen.

In einem zweiten Prozess im Oktober sprach das Gericht sie wegen Untreue bei einem Zinsswap-Geschäft zwar schuldig, sie bekam aber keine weitere Strafe. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft führt Rathgeber in den Ermittlungen zum Salzburger Finanzskandal neben mehr als zehn weiteren Personen nach wie vor als Beschuldigte.

Quelle: SN

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