Politik

Flächenbrand: Grüne fordern Feuerwerksverbot zu Silvester

Nach einem Flächenbrand auf dem Gaisberg soll der Bürgermeister das generelle Verbot für Feuerwerke beim kommenden Jahreswechsel nicht mehr aufheben.

Silvesterkracher entzündeten auf dem Gaisberg einen Flächenbrand. Die Bürgerliste fordert nun ein Verbot. SN/alois litzlbauer
Silvesterkracher entzündeten auf dem Gaisberg einen Flächenbrand. Die Bürgerliste fordert nun ein Verbot.

In Salzburg gilt das ganze Jahr über ein Verbot für private Feuerwerke. Zu Silvester wird dieses jedes Jahr aufgehoben. Nach einem Flächenbrand auf dem Gaisberg zum Jahreswechsel fordert die Bürgerliste nun Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) auf, das Feuerwerksverbot in der kommenden Silvesternacht nicht mehr aufzuheben. "Letztes Jahr wurde wegen Trockenheit und trotz Wasserknappheit der Festungsberg gewässert anstatt das Feuerwerk abzusagen, und auch heuer hat man nichts dazugelernt. Die Aufhebung des Verbotes durch den Bürgermeister war ein Fehler", sagt Bürgerlisten-Gemeinderat Bernhard Carl. Von Feuerwerk gingen neben Luftverschmutzung und Stress für Wild- und Haustiere auch eine Gefahr für die Natur aus.

Salzburg und Bregenz einzige Hauptstädte mit privatem Feuerwerk

Laut der Bürgerliste seien Salzburg und Bregenz die einzigen Landeshauptstädte Österreichs, in denen privates Feuerwerk noch erlaubt sei. Auch international verzichteten zahlreiche Städte wie Paris oder Mailand auf diesen Brauch. "Ausgelassenes Feiern des Jahreswechsels geht auch ohne Krach und Rauch", sagt Bernhard Carl.

Schaden: "Werde mich dazu nicht hinreißen lassen"

Von einem generellen Feuerwerksverbot hält Bürgermeister Heinz Schaden wenig. "Die Leute wollen zu Silvester feiern und da gehört ein Feuerwerk einfach dazu." Er selbst habe Silvester heuer in Innsbruck verbracht, wo wegen der Trockenheit keine privaten Feuerwerke erlaubt waren. "Die Leute haben sich tatsächlich daran gehalten, es war deutlich ruhiger." Für Salzburg wünscht er sich das aber nicht. "Ich werde mich zu einem kompletten Verbot nicht hinreißen lassen."

Rössler: Feinstaubgrenze um Dreifaches überschritten

Landesumweltreferentin Astrid Rössler gab zudem am Montag bekannt, dass die Grenzwerte für die Feinstaubbelastung in der Silvesternacht teilweise um das Dreifache überschritten wurden. Am stärksten war die Überschreitung in der Stadt Salzburg. Hier trug auch eine ungünstige Wetterlage zu der starken Belastung bei. Erst am Nachmittag des Neujahrstages sank die Belastung wieder auf ein Normalmaß.

(SN)

Aufgerufen am 13.12.2017 um 03:52 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/flaechenbrand-gruene-fordern-feuerwerksverbot-zu-silvester-564733

18-jähriger Schüler krankenhausreif geschlagen

18-jähriger Schüler krankenhausreif geschlagen

Ein Unbekannter stürzte sich Dienstagnachmittag in Salzburg-Gnigl von hinten auf einen 18-jährigen Schüler, riss ihn zu Boden und schlug mehrmals mit der Faust in dessen Gesicht. Der Schüler wurde mit …

Neubau für Kinder- und Jugendpsychiatrie läuft

Bereits im August haben die Bauarbeiten für einen Neubau der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Gelände der Christian-Doppler-Klinik begonnen: Mit Sommer 2019 sollen dort in Summe 40 …

Meistgelesen

    Video

    ÖVP-Schwenk beim Rauchverbot regt Salzburger Wirte auf
    Play

    ÖVP-Schwenk beim Rauchverbot regt Salzburger Wirte auf

    Viele Wirte sind von der ÖVP enttäuscht. Gastronomen, die schon auf ein Nichtraucherlokal umgestellt haben, würden es wieder tun. Manche …

    Schlagzeilen