Politik

Flugblätter für Flughafen-Gäste vom Bürgermeister

Der Salzburger Bürgermeister checkte beim Flughafen ein, um die Passagiere auf die Pläne des deutschen Verkehrsminister Ramsauer aufmerksam zu machen. Die würden nämlich den Flughafen gefährden.



In der Diskussion um den Salzburger Flughafen mischte sich Heinz Schaden am Montag zu Mittag unter die Fluggäste. Mit im Gepäck hatte der Salzburger Bürgermeister Flugblätter. "Das deutsche Verkehrsministerium will den Flugbetrieb in Salzburg de Facto sperren", stand darauf zu lesen. Die Schweizerin Jana Nauli (Bild oben) bekam ebenso ein Flugblatt, wie vier deutsche Damen auf dem Weg nach Düsseldorf. Ob man heute schon noch starten dürfe, wollten die wissen. Der Bürgermeister: "Das schon, aber in Zukunft vielleicht nicht mehr." Heinz Schaden packte auch seine Französischkenntnisse aus. "C'est un formidable probleme", sagte er zwei jungen Franzosen. Neben vielen anderen Medienvertretern war auch ein Team des bayrischen Fernsehens da, die Schaden für einen Bericht begleiteten. Der Medienrummel - wie unten rechts im Bild mit Flughafendirektor Roland Hermann zu sehen - war jedenfalls so groß, dass ein anderes Spektakel kaum auffiel. Am Salzburger Flughafen liefen den ganzen Tag Dreharbeiten für eine österreichisch-dänische Krimiproduktion mit der deutschen Schauspielerin Jasmin Gerat. Näheres zu den Plänen des deutschen Verkehrsministers Peter Ramsauer und seiner Verordnung zur Festlegung von Anflugverfahren könnte es heute, Dienstag, geben. Ramsauer hat um 11 Uhr zu einer Pressekonferenz nach Freilassing geladen. Die Belastungen sollen fairer verteilt werden, hieß es in der Einladung.

(SN)

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