Politik

Fluglärm: Stadt und Land liegen weiter im Clinch

In der Fluglärmdebatte schießt Aufsichtsrats-Chef LH-Stv. Christian Stöckl (ÖVP) nun in Richtung von Bgm. Heinz Schaden (SPÖ). Dieser beharrt auf seinem Standpunkt - und hat für morgen, Freitag, die ganze Stadtregierung hinter sich versammelt.

Fluglärm: Stadt und Land liegen weiter im Clinch SN/robert ratzer
In der Frage, wie viel Fluglärm künftig für die Bürger der Stadt Salzburg zumutbar sind, gehen die Meinungen zwischen Stadt und Land Salzburg derzeit deutlich auseinander.

Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) hat beim Fluglärm-Thema kürzlich den SN seine Sorgen ("Ein Viertel der Stadt wird unbebaubar") kundgetan.

Das hat am Mittwoch den Aufsichtsrats-Chef des Flughafens, LH-Stv. Christian Stöckl (ÖVP) auf den Plan gerufen. In einer Aussendung übte er Kritik an Schaden - allerdings nur indirekt: Leider seien die jüngsten Irritationen bei den Fluglärm-Verhandlungen zwischen Österreich und Deutschland dadurch bedingt, "dass von der Stadt Salzburg ein Bericht veröffentlich wurde, wonach es bei einer Änderung der Aufteilung der Starts und Landungen auf dem Flughafen zu raumordnungstechnischen Problemen in der Stadt käme. Diesem Bericht wurde allerdings der Maximal-Lärmschallpegel zugrunde gelegt, der aber nicht relevant ist", sagte Stöckl. Nachsatz: "Eine derartige Panikmache seitens der Stadt ist nicht angebracht."

Bgm. Schaden bleibt aber bei seiner Kritik: "Man kann zwar in Gebäuden den Maximal-Schallpegel durch Lärmschutzfenster abfedern. Für die Raumordnung sind aber die Lärmpegel im Freien relevant." Um den Standpunkt der Stadt zu untermauern, hat Schaden für morgen, Freitag, zu einer Pressekonferenz eingeladen: "Teilnehmen werden neben Experten auch alle Mitglieder der Stadtregierung."


Quelle: SN

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