Politik

Für Kanzler Kern ist selbst die Brauwelt zu klein

Die SPÖ-Parteispitze hatte beim Auftritt von Bundeskanzler Christian Kern mit 400 Besuchern gerechnet. Zum "Kanzler schauen" kamen aber über 1000 nach Maxglan.

Für Kanzler Kern ist selbst die Brauwelt zu klein SN/Andreas Kolarik
Bundeskanzler Christian Kern und Salzburgs SPÖ-Chef Walter Steidl in der Stiegl Brauwelt. Dort warteten an die 1000 Menschen.

Die "Kernbotschaften" sollen auch in Salzburg gehört werden. Daher tourt der neue SPÖ-Bundeskanzler Christian Kern derzeit durch die Republik. Am Mittwoch absolvierte er einen Tag in Salzburg. Auf dem Programm standen zwei Betriebsbesuche - bei Sony in Anif und bei der Porsche Holding.

Bei Porsche ließ sich Kern die Arbeiten zur Elektromobilität präsentieren. An seiner Seite: Bürgermeister Heinz Schaden und SPÖ-Chef Walter Steidl. Zum Mittagessen ging es in den Europark, wo Kern im Anschluss daran mit den Vorständen von Spar zusammentraf und den Betriebskindergarten besuchte. Auch den "Salzburger Nachrichten" stattete der Bundeskanzler einen Besuch ab.


Andrang der Kern-Fans löste Parkchaos aus

Am Abend ging es weiter in die Stiegl Brauwelt, wo sich Kern ein Bild von der größten Privatbrauerei Österreichs machte. Um 19.30 Uhr hat die Salzburger SPÖ zur offiziellen Veranstaltung mit dem Bundeskanzler in die Brauwelt geladen. Erwartet wurden im Vorfeld rund 400 Besucher. Die SPÖ organisierte Busse aus dem Innergebirg in die Stadt Salzburg. Doch mit 400 Plätzen fand man bei Weitem nicht das Auslangen. Der Saal im Keller war mit 700 Besuchern randvoll und heiß wie eine Sauna. Hunderte Besucher durften gar nicht in den Saal und mussten vertröstet werden. Vor der Stieglbrauerei in Maxglan entwickelte sich ein regelrechtes Parkplatzchaos - sehr zum Ärger der Anrainer. Selbst die SPÖ-Parteispitzen waren überrascht, dass so viele Salzburger "Kanzler schauen" wollten. "Das hatten wir noch nie", sagte Bürgermeister Heinz Schaden. Kern hielt seine Rede im Saal kurz, damit auch die Wartenden noch etwas von ihm hatten - und zumindest das ein oder andere Selfie mit dem Handy knipsen konnten. Heute, Donnerstag, wird Christian Kern erstmals als Bundeskanzler bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele sein.

Dass mit dem ehemaligen ÖBB-Chef Christian Kern der Aufbruch der Sozialdemokraten zurück zu alter Stärke kommt, darauf setzen auch in Salzburg viele Genossen. Immerhin war es Salzburgs SPÖ-Vorsitzender Walter Steidl, der sich im Mai erstmals aus der Deckung gewagt und Christian Kerns Vorgänger Werner Faymann öffentlich massiv kritisiert hatte. Faymann trat schließlich zurück.

Der Kanzler hat keine Zeit für die Festspiele

Der Kanzler sprach bei seinem Salzburg-Besuch auch mit SN-Chefredakteur Manfred Perterer. Er wird zwar bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele dabei sein. Warum er keine Vorstellung besucht, erklärt er im Interview.

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Quelle: SN

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