Politik

General-Keyes-Straße: Kritik an hohen Mieten in den Neubauten

Altmieter zahlen teils nur 2,80 Euro pro Quadratmeter, jene im Neubau aber teils das Vierfache.

Das E-Mail eines Altmieters aus der General-Keyes-Siedlung, die saniert und nachverdichtet wird, regt auf: Er rechnet der Politik vor, dass im Neubau-Teil der Siedlung die Brutto-Warmmiete (Miete plus Betriebskosten und Steuer) teils 17 bis 21 Euro beträgt, und fragt: "Wann wird Wohnen als Grundbedürfnis behandelt und nicht als Mega-Geschäft?" Neos-Gemeinderat Lukas Rößlhuber schließt sich der Kritik an: "Diese Mietpreise sind für ,normale' Bürger nicht leistbar." Ein Grund sei der fehlende Wille, das veraltete Mietrecht zu ändern: "Da in der Keyes-Straße etliche Altmieter billig wohnen, müssen die jungen Familien in den Neubauten doppelt so hohe Mieten zahlen. Das ist unfair und unsozial." Der Geschäftsführer des Siedlungseigentümers GKS GmbH, Alexander Gajda, sagt, dass es auch für ihn "unsozial ist, wenn junge Leute in manchen Fällen für den halben Wohnraum im Vergleich zu den Altmietern die doppelte Miete zahlen". Aber das Mietrechtsgesetz verbiete eine Erhöhung der Altmieten - selbst wenn ein Lift eingebaut werde. Er betont, dass bei der Hälfte der Nutzfläche (15.500 m22) der Altbauten die Netto-Kaltmieten bei im Schnitt 2,80 Euro/m22 lägen. Die Netto-Kaltmieten bei den Neubauten lägen bei rund elf Euro, also dem Vierfachen, ergänzt GKS-Eigentümer Karl Weilhartner: "Mit den Neubauten wird die Sanierung des Altbestands querfinanziert." Diese sei durch Tiefgarage, Denkmalschutz und Gestaltungsbeirats-Auflagen sehr teuer. Und da die Neubauten nicht gefördert seien, könne man hier marktkonforme Preise verlangen: "17 Euro Brutto-Warmmiete sind für exklusive Penthäuser gerechtfertigt."


Quelle: SN

Aufgerufen am 30.10.2020 um 02:08 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/general-keyes-strasse-kritik-an-hohen-mieten-in-den-neubauten-23680759

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