Politik

Grenzkontrollen: Dritte Spur soll Erleichterung bei Staus bringen

Verkehrslandesrat Stefan Schnöll einigte sich mit seinem bayerischen Kollegen auf Änderungen bei der Abwicklung der Kontrollen.

Es ist seit dem Jahr 2015 stets das gleiche Bild: Wenn der Verkehr auf der Tauernautobahn urlaubsbedingt zunimmt, steht vor dem Walserberg wegen der Grenzkontrollen alles. Auch am Freitag kam es wieder zu Staus im Reise- und Berufsverkehr, die bis Salzburg-Süd reichten.

Salzburgs Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP) hatte zu dem Thema am Freitagnachmittag den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zu sich geladen. Schnöll äußerte bereits im Vorfeld einen Wunsch nach einer besseren Abwicklung der Grenzkontrollen. Eineinhalb Stunden verhandelte der Landesrat mit seinem bayerischen Kollegen. Es seien intensive, aber freundschaftliche Gespräche gewesen, sagt Schnöll.

Dabei einigte man sich auf die gemeinsame Position, dass eine zusätzliche Spur für die Grenzkontrollen eingerichtet werden soll. "Wir hatten auch Vertreter der Salzburger und der bayerischen Polizei dabei und sahen uns die Kontrollstelle im Detail an."

Geht es nach Schnöll und Herrmann, soll künftig der Lkw-Verkehr etwas früher abgeleitet werden. Mit einigen baulichen Adaptierungen auf der deutschen Seite könne man den Platz für eine zweite Kontrollspur für den Pkw-Verkehr gewinnen.

Entscheiden müssen über die Änderungen allerdings nun die Ministerien in Wien und Berlin. Schnöll ist diesbezüglich aber optimistisch. "Das Verkehrs- und das Innenministerium werden ja auch von Vertretern aus Bayern geführt." Schnöll hofft auf eine Umsetzung in den kommenden Wochen. "Vielleicht bekommen wir die Lösung sogar noch für einen Teil des Winterreiseverkehrs hin. Im Sommer sollte die dritte Spur jedenfalls umgesetzt sein."

Zu viel dürfe man sich davon aber nicht erwarten, sagt Schnöll. "Es kommt darauf an, wie die Kontrollen ablaufen. Wenn genau kontrolliert wird, gibt es auch bei fünf Spuren Staus."

Der ÖAMTC rechnet jedenfalls damit, dass es am Wochenende wieder Staus vor dem Walserberg geben wird. "Es ist das letzte Ferienwochenende. Urlauber reisen ab, viele gehen einkaufen. Wenn es wieder stark schneit, kann es schon chaotisch werden", sagt Sprecherin Aloisia Gurtner.

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