Politik

Hochwasserschutz im Oberpinzgau: Land will Berechnungen für Schutzbauten liefern

Bis Mitte Dezember sollen die Ergebnisse für die sechs betroffenen Tauerntäler vorliegen. Landesrat Josef Schwaiger kündigt eine "Risikostreuung" an.

Der Retentionsraum im Oberpinzgau soll um ein Viertel des Volumens ausgebaut werden. SN/lpb/franz wieser
Der Retentionsraum im Oberpinzgau soll um ein Viertel des Volumens ausgebaut werden.

"Es gibt noch sehr viel Diskussionsbedarf", sagte die für den Nationalpark Hohe Tauern zuständige Landesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) am Freitag. Gemeinsam mit Regierungskollege Josef Schwaiger (ÖVP) besprach sie mit Bürgermeistern, Grundeigentümern und Umweltorganisationen den geforderten Ausbau des Hochwasserschutzes im Oberpinzgau. Konkret geht es um sechs Tauerntäler, die teils im Nationalpark liegen.

Derzeit gebe es entlang der Salzach rund 20 Millionen Kubikmeter Retentionsraum, sagte Schwaiger. Es werde weitere fünf Millionen Kubikmeter benötigen, um die Region zu schützen. "Wir berechnen bis Mitte Dezember die Überregnungsereignisse aller sechs Täler." Fix sei, dass es Bauten in mehreren Tälern brauche. "Wir brauchen eine Risikostreuung.

Mittersills Bürgermeister Wolfgang Viertler, der die Forderung nach Schutzbauten nach den Überflutungen seiner Gemeinde Mitte Juli erhoben hatte, zeigte sich zufrieden. "Ich glaube auf dem kann man aufbauen." Auch Winfried Herbst, Vorsitzender des Naturschutzbundes, sprach von einer "durchaus gelungenen Veranstaltung". Nun gehe es darum, sich "unkonventionelle Wege" zu überlegen, um eine Flut abzuwenden. Bedingung sei, "dass der Nationalpark in seiner Funktionalität keine Einschränkungen erleidet".

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Schöne Heimat

Auf der Einsiedelei

Von Georg Ackerer
20. Oktober 2021
... noch in der warmen Sonne mit herrlichem Blick nach Westen

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