Politik

Hofwirt-Abstimmung: Seekirchen entscheidet am Sonntag

Am Sonntag stimmen die Seekirchner über die Zukunft des Hofwirts ab.

8398 Seekirchner waren am Sonntag wahlberechtigt und konnten abstimmen: Soll der historische Hofwirt abgerissen und durch einen "Platz der Begegnung" ersetzt werden - wie die LeSe will? Oder soll das Haus um zwei Millionen Euro revitalisiert werden, was die vier anderen Fraktionen fordern?

Viel wird von der Wahlbeteiligung abhängen. Amtsleiter Martin Bruckner wollte im Vorfeld nur so viel sagen: "Wir haben 421 Wahlkarten ausgegeben. Rund 350 davon sind schon zurückgekommen." In puncto Wahlanfechtung gäbe es wenig zu befürchten, scherzt Bgm. Monika Schwaiger (ÖVP): "Da wurde noch nichts an mich herangetragen. Auch wenn Hofer, Hofburg und Hofwirt ähnlich klingen: Unsere Kuverts sind dicht." Mit Wahlschluss am Sonntag um 16 Uhr werden alle Stimmen und Wahlkarten ausgezählt, die da sind. "Es gibt keine Nachfrist für die Briefwähler," sagt Schwaiger.

Abstimmung kostet rund 35.000 Euro

Die Abstimmung, die die LeSe aufgrund von knapp 900 Unterschriften beantragt hatte, werde der Stadtgemeinde 35.000 Euro kosten, schätzt die Bürgermeisterin: "Dafür gibt es keine Rückerstattung von Bund oder Land." Schwaiger hofft auf ein klares Ergebnis: "Wenn alle wählen gehen, die mir sagen, dass der Hofwirt stehen bleiben muss, wird es dafür ausgehen." Was wird sie machen, sollten die Bürger mehrheitlich für den Abriss stimmen? Schwaiger gibt sich diplomatisch: Sie werde das Ergebnis, wie im Gesetz vorgesehen, in der Gemeindevertretung zur Diskussion stellen. "Aber wenn es ein Votum mit unglaublich niedriger Wahlbeteiligung ist, ist die Frage, wie repräsentativ es ist." Sollte die Abstimmung für den Erhalt des Gebäudes ausgehen, will sie trotzdem nichts überstürzen: "Bei den Plänen des Sieger-Architekten aus dem Wettbewerb können wir noch viel mitreden. Da werden wir auch viele Anregungen der Bürger aufgreifen."

Vizebürgermeister vertraut auf sein Bauchgefühl

LeSe-Vizebgm. Walter Gigerl vertraut auf sein Bauchgefühl: "Das sagt mir, dass es sehr knapp werden kann." Es sei schon ein Erfolg der LeSe, dass die Bürger überhaupt über die Zukunft des Gebäudes mitreden dürften. Anfechtung peilt er keine an, denn die würden wohl auch die Bürger nicht gutheißen, meint Gigerl: "Wir werden aber am Sonntag allen genau auf die Finger schauen. Das wird die Gegenseite auch machen." Der Vizebürgermeister betont, dass er das Abstimmungsergebnis respektieren werde, egal, wie es ausfalle. "Wenn das Haus stehen bleibt, hoffen wir aber, dass die Ideen der Bürger ins Konzept einfließen und umgesetzt werden."

Und wenn die Mehrheit der Gemeindevertretung - trotz Bürgervotums für den Abriss - per Beschluss darauf beharrt, dass der Hofwirt stehen bleibt? Gigerl: "Wenn der Bürgerwille so ignoriert wird, werden sich die Bürger das bis zur nächsten Wahl merken."

Aufgerufen am 18.09.2018 um 11:26 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/hofwirt-abstimmung-seekirchen-entscheidet-am-sonntag-1035445

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