Politik

"Ich bin im Vergleich zu Schaden und Padutsch ein Jungspund"

ÖVP-Vizebürgermeister Harald Preuner hält die Poller für wirkungslos, lehnt ein Diktat bei der Stadtbahn ab - und will 2019 wieder kandidieren.

"Ich bin im Vergleich zu Schaden und Padutsch ein Jungspund" SN/andreas kolarik
Harald Preuner will es 2019 noch einmal wissen – und Bürgermeister werden.KOLARIK

Harald "Harry" Preuner (57) wurde im Dezember 2004 nach der Wahlniederlage seines Vorgängers Karl Gollegger Vizebürgermeister und Stadt-ÖVP-Chef. Der Fahrschulbesitzer kritisiert seit Jahren die Verkehrspolitik von Johann Padutsch (BL) und würde 2019 gerne dessen Ressort übernehmen - und im dritten Anlauf selbst Bürgermeister werden. SN: Sollte man beim Sommerstau nicht zum bis 2014 gültigen Konzept zurückkehren und Pkw mit ausländischem Kennzeichen auf die P&R-Plätze ableiten?
Preuner: Das war heuer nicht möglich, aufgrund der Stau-Situation, die von der Grenze weg ein Zufahren zum Park-&-Ride-Platz beim Messegelände unmöglich gemacht hat. Wir hatten eine extrem blöde Situation: Die Grenzkontrollen haben zu immensen Staus auf der Autobahn geführt; es gab die baustellenbedingten Nadelöhre beim Lieferinger Tunnel und der Imbergstraße. Ich würde das Jahr ausklammern. Das war kein Maßstab.
SN: 2009 haben Sie für die ÖVP das Amt des Verkehrsstadtrats gefordert. Sind Sie jetzt froh, dass Sie es nie bekommen haben?
Wir haben das auch 2014 für uns gefordert, vielleicht wird es 2019 was. Aber Bgm. Heinz Schaden (SPÖ, Anm.) wollte das nicht. Stadtrat Johann Padutsch (BL, Anm.) hat hier seit Jahren den schwarzen Peter. Aber einer allein kann das Verkehrsproblem nicht lösen, dazu braucht man den Zentralraum. Die Stadt hat etwa einen "Muster-Buskorridor" entlang der Wolfgangsee-Bundesstraße beschlossen. Davon hört man nur mehr wenig. Und wir bräuchten dringend das dritte Gleis nach Freilassing, damit wir bis Straßwalchen einen Halbstundentakt der S-Bahn fahren können. Ich würde als Verkehrs-Ressortchef die Regionalbus-Linien bei den Haupteinfahrtsrouten optimieren - durch Taktverdichtungen und mehr Park-&-Ride-Plätze in der Region, Busspuren und Verkehrsdrosselungen durch Pförtnerampeln. Wenn es sich staut, soll es sich schon vor der Stadt stauen. Langfristig muss den Pendlern signalisiert werden: Es ist besser, auf den Bus umzusteigen. Und wir müssen, wie besprochen, die gebührenfreien Kurzparkzonen erweitern, um die Anrainer vom Pendlerverkehr zu entlasten.

Weiterlesen mit dem SN-Digitalabo

7 Tage lang kostenlos und unverbindlich.

Ihr 7-Tage-Test ist bereits abgelaufen. Lesen Sie jetzt weitere 30 Tage kostenlos.

Mehr Infos

Sie sind bereits Digitalabonnent?

Aufgerufen am 24.09.2018 um 03:54 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/ich-bin-im-vergleich-zu-schaden-und-padutsch-ein-jungspund-1094107