Politik

In Oberrain wird Nachwuchs für bunte Wiesen gezogen

"Wild und kultiviert. Regionale Vielfalt säen." oberrainanderskompetent in Unken unterstützt die Initiative des Landes. Die Jugendlichen züchten ausgewählte Blumen - von der Margerite bis zum Wundklee. Damit steht erstmals Saatgut aus gebietseigener Herkunft aus dem Bundesland Salzburg zur Verfügung.

Betriebsleiterin Diana Kienpointner-Hauser, Cornelia Wiesenhofer, Landesrätin Maria Hutter, Laura Mühlbacher und Geschäftsführerin Ernestine Harrer.  SN/franz neumayr
Betriebsleiterin Diana Kienpointner-Hauser, Cornelia Wiesenhofer, Landesrätin Maria Hutter, Laura Mühlbacher und Geschäftsführerin Ernestine Harrer.

"Wild und kultiviert. Regionale Vielfalt säen." Aus Wildbeständen soll regionales, heimisches Wiesensaatgut gewonnen werden. oberrainanderskompetent in Unken unterstützt diese Initiative des Landes und züchtet gemeinsam mit "seinen" Jugendlichen ausgewählte Blumen. Landesrätin Maria Hutter: "Ziel ist, die regionale genetische Vielfalt zu fördern. Wir geben altes Pflanzenwissen an unsere Jugend weiter."

Zwölf Arten aus dem Mitterpinzgau werden aufgezogen

Die Wiesenglockenblume, die Margerite und der Wundklee zählen zu den zwölf Arten aus dem Mitterpinzgau, die seit dem Vorjahr in der Wildstaudengärtnerei des Campus "oberrainanderskompetent" aufgezogen werden. Unter fachmännischer Betreuung von Manfred Noppinger lernen die Jugendlichen den professionellen Umgang mit Wildblumensaatgut und die Aufzucht heimischer Blütenstauden.
Noppinger: "Dieses Projekt bereichert unsere Ausbildung, und die Jugendlichen erleben, dass sie etwas können und zum Wachsen bringen." Ernestine Harrer, Leiterin von oberrainanderskompetent, ergänzt: "Besonders freut es uns, dass die gute Ausbildung der Jugendlichen einen Beitrag zum Gemeinwohl und zur ökologischen Vielfalt beitragen kann."

"Ein rascherer Blühaspekt und ein besserer Begrünungserfolg"

Das Wildblumensaatgut stammt aus ausgewählten artenreichen Blumenwiesen im Pinzgau. Landesrätin Maria Hutter und Projektleiter Günter Jaritz von der Naturschutzabteilung: "Die daraus produzierten Jungpflanzen werden ergänzend zur Ansaat bei der Neuanlage von artenreichen Wiesen eingesetzt. Die Vorteile dabei sind ein rascherer Blühaspekt sowie ein besserer Begrünungserfolg. Damit steht auch erstmals Saatgut aus gebietseigener Herkunft aus dem Bundesland Salzburg zur Verfügung."

Blütenstauden kommen beim Museum in Leogang zum Einsatz

"Ab Mai 2019 stehen rund 3600 heimische Pflanzen für die Auspflanzung zur Verfügung - von der Gemeinen Schafgarbe bis zur Wiesenmargerite. Ein Teil dieser heimischen Blütenstauden wird die Freiflächen des Bergbau- und Gotikmuseums in Leogang in bunte Magerwiesen verwandeln," heißt es.

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