Politik

Jetzt geht's los: Alle Stadtparteien starten in den Wahlkampf um das Bürgermeisteramt

In sechs Wochen wird gewählt. Höchste Zeit, die eigenen Anhänger und Funktionäre darauf einzuschwören. Die Parteien haben teils prominente Unterstützer für ihre Wahlkampfauftakte an ihrer Seite.

In sechs Wochen wählen die Salzburgerinnen und Salzburger in allen 119 Gemeinden des Landes ihre Bürgermeister und Gemeindevertretungen. Spannend wird die Wahl vor allem in der Landeshauptstadt. Denn dort treten gleich neun Parteien an: SPÖ, ÖVP, Bürgerliste, Neos, FPÖ, Bürger für Salzburg, FPS, Die Linke und die KPÖplus. Bis auf die FPS wird jede Partei einen Kandidaten für die Bürgermeister-Direktwahl stellen. Was heißt, dass es mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit am 24. März zu einer Stichwahl kommen wird.

Die großen Parteien veranstalten daher alle in dieser Woche ihre Wahlkampfauftakte. Eines soll der Wahlkampf aber bestimmt werden für die Wahlberechtigten: kurz und schmerzlos. Losgelegt haben die Neos als Erste bereits am vergangenen Donnerstag im "Citybeats" in der Salzburger Griesgasse. Als nächstes eröffnet die Stadt-SPÖ am Mittwochabend in der TriBühne in Lehen. Für die SPÖ geht es darum, ob sie den Bürgermeistersessel von der ÖVP wieder zurückerobern kann. Und ob Rot-Grün die knappe Mehrheit von 21 zu 19 Mandaten im Rathaus verteidigen wird können.

Wahlkampfhilfe für Bürgerliste und FPÖ

Zeitgleich starten auch Bürgerliste und FPÖ in den Wahlkampf - nämlich am Freitagabend. Und beide haben prominente Unterstützer eingeladen.

Die Bürgerliste wird im Schauspielhaus mit dem Chef der Bundesgrünen Werner Kogler, dem Innsbrucker Bürgermeister Georg Willi und bayerischer Grün-Unterstützung den Wahlkampf eröffnen. Während die FPÖ zu diesem Zeitpunkt im Stieglkeller ihre Anhänger einschwören wird. Bei der FPÖ wird Innenminister Herbert Kickl als Redner erwartet.

Als letzte der großen Fraktionen wird die Bürgermeisterpartei ihren Wahlkampfstart hinlegen. Harald Preuner und sein Team feiern ihre Wahlkampferöffnung am Sonntag ab 11 Uhr im Sternbräu. Preuner will den Bürgermeistersessel gegenüber Bernhard Auinger verteidigen und mehr Mandate für die ÖVP im Rathaus erreichen.

Viel Bewegung im Gemeinderat seit Wahl 2014

Seit der letzten Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl 2014 hat sich immerhin einiges verschoben. Bürgermeister Heinz Schaden musste nach der nicht-rechtskräftigen Verurteilung im Swap-Prozess im Herbst 2017 zurücktreten. Was folgte, war eine Nachwahl des Bürgermeisters, die der bis dahin als Vizebürgermeister amtierende Harald Preuner gewinnen konnte. Auch im Gemeinderat haben sich die Verhältnisse mitunter verschoben. Ein SPÖ-Gemeinderat wechselte im Sommer 2018 die Seiten, lief zur ÖVP über und musste diese nach wenigen Wochen wieder verlassen. Damit war aber auch die rot-grüne Mehrheit im Gemeinderat futsch. Auswirkungen hatte das bei politischen Abstimmungen aber keine mehr.

Beim fünfköpfigen FPÖ-Gemeinderatsklub gehören mittlerweile nur noch drei Mandatare der Partei an. Zwei Mandatare sind als "wilde Abgeordnete" im Gemeinderat vertreten. Und bei den Neos ist die Baustadträtin kurzerhand zum politischen Gegner übergelaufen. Barbara Unterkofler wechselte zur ÖVP und kandidiert nun auf Preuners Liste.

Aufgerufen am 27.10.2020 um 08:32 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/jetzt-geht-s-los-alle-stadtparteien-starten-in-den-wahlkampf-um-das-buergermeisteramt-64772029

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