Politik

Kameradschaft Seeham feiert das 100-Jahr-Jubiläum

Hans Reichl ist das älteste Mitglied der Kameradschaft in Seeham. Der 91-Jährige nahm noch an Kampfhandlungen im Zweiten Weltkrieg teil. Zu Kriegsende geriet Reichl in Kriegsgefangenschaft - und wurde an die Russen ausgeliefert.

Der Kameradschaftsbund Seeham feiert am Wochenende sein 100-jähriges Bestehen. Landeshauptmann Wilfried Haslauer: "Die vom Kameradschaftsbund gelebten Werte sind aktueller denn je: Treue, Zusammenhalt, für einander da sein, Traditionspflege, aber auch das Wissen um die eigene Geschichte und darum, dass Friede keine Selbstverständlichkeit ist." An der Feier am Samstag nahmen 84 Abordnungen und 20 Musikkapellen teil - aus dem Chiemgau, Rupertigau, Tennengau, Flachgau sowie aus dem Innviertel, dem Hausruckviertel sowie aus der Stadt Salzburg.

Reichl verbrachte fünf Jahre in Kriegsgefangenschaft in Sibirien

Johann "Hans" Reichl (Jahrgang 1928) aus Seeham war der letzte Teilnehmer am Kameradschaftsbundtreffen in seiner Heimatgemeinde, der noch an Kampfhandlungen im 2. Weltkrieg teilnahm. Er geriet im Mai 1945 in Kärnten in englische Kriegsgefangenschaft und wurde an die Russen ausgeliefert. Reichl war anschließend fünf Jahre in Sibirien in Gefangenschaft.

In Salzburg hat der Kameradschaftsbund mehr als 35.000 Mitglieder

Die Kameradschaft Seeham zählt 216 Mitglieder. Obmann Bernhard Kaltenegger: "Wir setzen uns für Friede und Freiheit ein, unterstützen Menschen in der Gemeinde, die in Not geraten sind, machen Krankenbesuche und helfen uns gegenseitig in Krisen- und Notsituationen. Die Kameradschaftspflege steht ebenfalls an oberster Stelle." Österreichweit gibt es 300.000 Mitglieder in den Kameradschaftsbünden, davon mehr als 35.000 im Land Salzburg. Um bei der Kameradschaft mitzumachen, muss der Präsenzdienst abgeleistet sein.

Quelle: SN

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