Politik

Kandidaten-Duell um die Nachfolge von Mödlhammer

Die Gemeinden müssen sich noch ein wenig gedulden, wer künftig ihr oberster Repräsentant sein wird. Beim Präsidium des Gemeindebunds gab es am Montag keine Festlegung, wer die Nachfolge von Helmut Mödlhammer antreten soll. Somit kommt es am 29. März in einer Vorstandssitzung zu einem Duell zwischen dem Niederösterreicher Alfred Riedl und dem Vertreter Salzburgs, Günther Mitterer.

Die Amtszeit des populären Mödlhammer, der die Funktion immerhin seit 1999 ausübt, geht in diesen Wochen zu Ende. Üblicherweise einigen sich die Länderorganisationen des Gemeindebunds schon im Vorfeld auf einen Kandidaten für den neuen Präsidenten. Dies gelang diesmal im Präsidium nicht. Sowohl Riedl, Ortschef von Grafenwörth, als auch Mitterer, Bürgermeister von St. Johann in Pongau, wollen ins Rennen steigen.

Letzterer, übrigens gebürtiger Oberösterreicher, hatte schon vergangene Woche gegenüber der APA angekündigt, als "Kandidat des Westens" antreten zu wollen. Riedl ging zwar nicht an die Öffentlichkeit, für ihn machte aber bereits der steirische Landeschef Ernst Dirnberger Stimmung.

Stehen Niederösterreich und die Steiermark geschlossen hinter Riedl, hätte er schon ein gutes Stück des Weges am Weg zum Präsidentenamt hinter sich gebracht. Denn die 65 Vorstandsmitglieder verteilen sich auf die Bundesländer nach deren Einwohnerzahl. Schafft es also ein Bewerber, Nieder- und Oberösterreich sowie die Steiermark hinter sich zu bekommen, ist er so gut wie durch.

Allerdings gilt es zu beachten, dass es innerhalb der Länder auch noch Unterschiede zwischen roten und schwarzen Vertretern geben kann. Freilich repräsentierten Mitterer und Riedl beide die ÖVP, letzterer sogar seit vielen Jahren als Landtagsabgeordneter in Niederösterreich.

Einen echten Generationensprung wird es mit keinem der Kandidaten geben. Riedl ist bereits 64 und damit gerade einmal ein Jahr jünger als Mödlhammer. Mitterer, der Mödlhammer 2014 bereits in Salzburg nachgefolgt war, ist 57. Zum Vergleich: Mödlhammer hatte sein Amt mit 47 angetreten.

(APA)

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