Politik

Kategorisches "Nein" aus Salzburg zur Sonntagsöffnung

Für ÖVP und Gewerkschaft kommen offene Handelsgeschäfte am Sonntag nicht in Frage.

In Salzburg soll es kein Einkaufen an sieben Tagen in der Woche geben. SN/robert ratzer
In Salzburg soll es kein Einkaufen an sieben Tagen in der Woche geben.

An sechs Sonntagen im Jahr sollen Einkaufsstraßen, Ortszentren und Shoppingcentern wie dem Europark ein Offenhalten erlaubt werden. Der Vorstoß kommt vom Verband der Österreichischen Einkaufszentren ACSC. Denn Onlineshops würden am Sonntag doppelt so viel umsetzen wie an anderen Tagen.

Ein klares Nein zu diesem Ansinnen kommt aus Salzburg. ÖVP-Landtagsklubchef Daniela Gutschi sagt: "Für die ÖVP-Salzburg kommt eine generelle Öffnung von Handelsgeschäften am Sonntag auf keinen Fall in Frage. Was die Einkaufsmöglichkeiten am Sonn- und Feiertag betrifft, halte ich die bereits geltenden Ausnahmen für Tourismusgemeinden als absolut ausreichend. An unserem Bekenntnis für den Wert der Sonntagsruhe hat sich nichts geändert. Im Konkurrenzkampf mit dem Online-Handel braucht es andere Instrumente, etwa endlich eine Besteuerung für Online-Riesen wie Amazon und Co." Auch der ÖAAB Salzburg sprach sich gegen eine Sonntagsöffnung aus.

Ein kategorisches "Nein" kommt auch vom Geschäftsführer der Privatangestelltengewerkschaft, Gerald Forcher. Es müsse auch einmal genug mit dem Einkaufen sein. "Die jüngsten Forderungen nach sechs offenen Sonntagen im Jahr ist eine gefährliche Drohung gegenüber den über 400.000 österreichischen Handelsangestellten. Vor allem Frauen und Familien würde dies hart treffen."

Quelle: SN

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