Politik

Kinderbetreuung: Fördertopf gehört repariert

Familien holten das Geld nicht ab - 15 Millionen Euro blieben liegen - Land prüft jetzt Verbesserung.

Eltern wird es nicht leicht gemacht, Geld für die Kinderbetreuung einzustreichen. SN/sw/vips
Eltern wird es nicht leicht gemacht, Geld für die Kinderbetreuung einzustreichen.

Handlungsbedarf ortet SPÖ-Familiensprecherin Karin Dollinger beim Kinderbetreuungsfonds des Landes. Der wurde 2014 von den Grünen eingeführt, weil die damalige Landesrätin Martina Berthold, heute Klubobfrau der Grünen im Landtag, die Elternzuschüsse des Landes bei der Kinderbetreuung halbierte.

Seit Start dieses Fonds wurden die zur Verfügung gestellten Gelder von den Eltern noch nie zur Gänze abgerufen. "An der zu guten finanziellen Lage der Familien kann es nicht liegen. Denn das durchschnittliche Nettoeinkommen im Bundesland beträgt 1516 Euro pro Person", weiß Dollinger. Ihr Fazit: Die Einkommensgrenzen sind zu niedrig angesetzt. "Die Landesregierung verlangt umfassende Einkommensnachweise. Um an die maximal 350 Euro Förderung pro Jahr zu kommen, darf eine Grenze von 1678,73 Euro netto pro Familie mit einem Kind nicht überschritten werden", erklärt sie.

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